Musique Espagnole

Antonio Amaya

Copla · 1947 – 2012

Wer ist Antonio Amaya?

Antonio Amaya, mit bürgerlichem Namen Antonio Peláez, war ein andalusischer Copla-Sänger und Tänzer, geboren 1923 in Jaén. Schon als Kind zeigte er eine klare künstlerische Berufung, die ihn 1947 nach Barcelona führte, wo er in Varieté-Shows arbeitete und schließlich den Großteil seines Lebens verbrachte. Im selben Jahr unterschrieb er einen Plattenvertrag bei Gramófono Odeón, für die er seine ersten Lieder aufnahm: den Pasodoble „Doña Luz de Lucena“, den Marsch „Yo quiero estar a tu vera“, den Garrotín „El gitano Cundo“ und die Zambra „La Medallona“.

Werdegang

Im Juli 1950 fand am Teatro Victoria in Barcelona eine Ehrenveranstaltung zu seinen Ehren statt, in Anerkennung zweier aufeinanderfolgender Erfolgsjahre in der Stadt. Sein größter Triumph gelang ihm 1952 mit dem Pasodoble „Doce cascabeles“, mit Text von Freire und García Cabello und Musik von Juan Solano, der zu seinem bekanntesten Lied wurde. Es folgten weitere Erfolge wie „El romance a Joselito“, der Farruca „El bule-bule“, die Zambra-Farruca „La madre mío“, die Rumba „Sombrerito, sombrerito“, der Pasodoble „La reina Juana“ sowie Lieder wie „Mi vida privada“, „Yo soy España“ und „El pescaero“.

Mit der Zeit zog er sich als Interpret von der Bühne zurück und widmete sich der Produktion von Shows, eine Tätigkeit, der er bis zu seinem Ruhestand nachging. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre in Sitges (Barcelona), eine Stadt, die er als „kosmopolitisch“ bezeichnete und in der er bis zu seinem Tod lebte.

Vermächtnis

Antonio Amaya starb am 14. Mai 2012 in einem Pflegeheim in Sitges, fernab der Bühnen. Kurz vor seinem Tod hatte ihm eine Gruppe von Fans in der katalanischen Stadt eine Gedenkplakette überreicht, in Anerkennung seiner Karriere. Er gilt als einer der bewundertsten Interpreten der spanischen Copla seiner Generation, sowohl für seine unverwechselbare Stimme als auch für sein Gespür für Interpretation.