Musique Espagnole

Antonio Carmona

Flamenco, Nuevo Flamenco, Fusion · 1980er – heute

Antonio Carmona
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Wer ist Antonio Carmona?

Antonio Carmona Amaya (Granada, 21. Mai 1965) ist Sänger und Gitarrist und gilt international als einer der wichtigsten Vertreter des Nuevo Flamenco, jener Strömung, die den Cante Jondo mit anderen Musikstilen verschmolz. Er entstammt einer bedeutenden Flamenco-Dynastie: Sohn des Gitarristen Juan Habichuela, Neffe von Pepe Habichuela, Bruder von Juan José “El Camborio” Carmona und Cousin von José Miguel Carmona, mit denen er die Gruppe Ketama gründete.

Bevor er sich der Fusion zuwandte, war Antonio dank seiner familiären Herkunft bereits ein tiefer Kenner des reinen Flamenco. In Fortführung der Arbeit des Perkussionisten Rubén Dantas entwickelte er zudem eine eigene, an den Flamenco-Compás angepasste Spielweise des peruanischen Cajón, eine Technik, die heute als Cajón Flamenco bekannt ist.

Werdegang

Der Großteil seiner Karriere ist mit Ketama verbunden, einer Gruppe, die Anfang der 1980er Jahre von seinem Bruder Juan Carmona “El Camborio” und José Soto “Sordera” zusammen mit dem Sänger Ray Heredia gegründet wurde, mit dem Ziel, die Grenzen zwischen den Flamenco-Dynastien der Habichuela und der Sordera aufzubrechen. Antonio stieß 1990 zur Band, und in den folgenden Jahren etablierte sich Ketama als eine der grundlegenden Gruppen des spanischen Pop-Flamenco, mit elf Studioalben, zwei Kompilationen und Liveaufnahmen wie “Akí” (Mercury, 1995), sowie über einer Million verkaufter Exemplare in mehr als zwanzig gemeinsamen Karrierejahren.

Nach der Trennung von Ketama startete Antonio Carmona seine Solokarriere mit dem Album “Vengo, vengo, vengo, venenoso” (Universal Music, 2006), mit Kollaborationen von La Mala Rodríguez, Juanes und Alejandro Sanz. Er präsentierte es 2007 auf Tournee, mit Gästen wie Miguel Poveda und seinen früheren Ketama-Kollegen. Neben der Musik hatte er auch eine kleine Schauspielkarriere, mit Auftritten in Filmen wie “Gitano” (2000), an der Seite von Joaquín Cortés, Pilar Bardem und Laetitia Casta, “Vengan a ver” (1997), produziert von Wim Wenders, und “Berlin Blues” (1988) von Ricardo Franco.

Wichtige Diskografie

Seine Zeit bei Ketama brachte Klassiker des spanischen Pop-Flamenco hervor, während sich seine Solokarriere um das Album “Vengo, vengo, vengo, venenoso” dreht, mit bemerkenswerten Kollaborationen etwa von Juanes und Alejandro Sanz, die seine Rolle als Brücke zwischen Flamenco und anderer populärer spanischsprachiger Musik widerspiegeln.