Antonio Machín

Wer ist Antonio Machín?
Antonio Lugo Machín, künstlerisch bekannt als Antonio Machín, wurde am 11. Februar 1903 in Sagua la Grande (Kuba) geboren und starb am 4. August 1977 in Madrid. Als Sänger von Boleros und kubanischer Populärmusik gilt er als einer der großen Interpreten des Genres in der spanischsprachigen Welt, mit unvergesslichen Versionen von Titeln wie “El manisero”, “Dos gardenias” oder “Angelitos negros”. Er war der Sohn eines galicischen Einwanderers, José Lugo Padrón, und einer Kubanerin, Leoncia Machín, und wuchs in einer großen, armen Familie auf, in der er schon als Kind arbeiten musste.
Werdegang
Machín kam 1926 nach Havanna und begann, in Cafés zusammen mit einem Gitarristen zu singen. Kurz darauf schloss er sich als zweiter Sänger dem Orchester von Don Azpiazu an und trat im Casino Nacional von Havanna auf, wo er als erster schwarzer Künstler die Bühne betrat. Mit diesem Orchester nahm er 1930 “El manisero” auf, der als erster millionenfach verkaufter Erfolg der kubanischen Musik gilt und ihn zunächst nach New York und dann nach Europa brachte. 1936 ließ er sich in Paris nieder, wo er mit dem Pianisten Moisés Simons ein eigenes Orchester gründete.
1939 kam er, auf der Flucht vor dem Krieg in Europa, nach Spanien, der Heimat seines Vaters, wo er bis zu seinem Tod blieb. Er ließ sich in Madrid nieder, heiratete 1943 in Sevilla María Ángeles Rodríguez und eroberte das spanische Publikum mit Boleros wie “Noche triste”, “Como fue” oder “Amor sincero”. Sein großer Durchbruch kam 1947 mit “Angelitos negros”, einem seiner bekanntesten Titel. Im Laufe seiner Karriere in Spanien nahm er mehr als sechzig Platten auf und interpretierte Lieder von Komponisten wie dem Kubaner Osvaldo Farrés (“Madrecita”, “Toda una vida”, “Quizás, quizás, quizás”) und der Mexikanerin Consuelo Velázquez (“Bésame mucho”, “Amar y vivir”) sowie das berühmte “Dos gardenias” von Isolina Carrillo.
Vermächtnis
In Spanien erhielt Machín den Beinamen „seine Majestät der Bolero” und blieb besonders mit Madrid, Sevilla und Barcelona verbunden. Seinen letzten Auftritt gab er am 7. Juni 1977 in Alcalá de Guadaíra (Sevilla) und starb wenige Wochen später, am 4. August 1977, in seinem Haus in Madrid im Alter von 74 Jahren; er wurde auf dem Friedhof San Fernando in Sevilla beigesetzt. 2006 wurde ihm zu Ehren in Sevilla eine Statue eingeweiht, die Stadt benannte zudem eine Straße nach ihm, und in seiner Heimatstadt Sagua la Grande erinnert ein Museum mit persönlichen Gegenständen, darunter seine Maracas, an ihn.