Joaquín Cortés

Wer ist Joaquín Cortés?
Joaquín Pedraja Reyes, künstlerisch bekannt als Joaquín Cortés, wurde am 22. Februar 1969 in Córdoba geboren, im Schoß einer Gitano-Familie, und wuchs im Madrider Viertel Lavapiés auf. Mit zwölf Jahren begann er in Madrid seine Tanzausbildung, und mit fünfzehn wurde er in das Ballet Nacional de España aufgenommen, wo er rasch zum Solotänzer aufstieg.
Werdegang
Mit dem Ballet Nacional bespielte er international renommierte Bühnen wie das Metropolitan Opera House in New York und den Kreml in Moskau und arbeitete mit Tanzgrößen wie Maja Plissezkaja, Sylvie Guillem und Peter Schaufuss zusammen. 1992 gründete er seine eigene Compañía, Joaquín Cortés Ballet Flamenco, mit der er „Cibayí” uraufführte und Tourneen durch Japan, Frankreich, Italien, Venezuela und die Vereinigten Staaten unternahm.
Sein großer Sprung zu internationalem Ruhm gelang ihm 1995 mit „Pasión gitana”, mit Kostümen von Giorgio Armani, einer Produktion, die durch mehr als dreißig Länder tourte und über eine Million Zuschauer erreichte. Es folgten „Soul” (1999), für das er mit der Choreografin Debbie Allen in New York zusammenarbeitete, „Pura pasión” und „Live” (2001) sowie „Mi soledad” (2006), mit Kostümen von Jean Paul Gaultier. Im Filmbereich trat er in Pedro Almodóvars „La flor de mi secreto” und in Carlos Sauras „Flamenco” auf und übernahm die Hauptrolle in „Gitano” (2000). Zudem choreografierte er 1992 für Mecano und trat 2001 gemeinsam mit Alicia Keys bei der Grammy-Verleihung auf.
Stil
Sein persönliches Markenzeichen konzentriert sich auf die Soleá und eine starke Gitano-Prägung, mit ausgeprägter szenischer Dramatik und einer kulturellen Mischform, die den Flamenco-Tanz zu einem breiten Publikum gebracht hat, das mit dieser Kunst wenig vertraut war, in großen Sälen und Formaten des Gesamtspektakels.
Vermächtnis
2009 erhielt er die Medalla de Oro al Mérito en las Bellas Artes der spanischen Regierung, in Anerkennung einer Karriere, die wie kaum eine andere dazu beigetragen hat, den großformatigen Flamenco über seine traditionellen Kreise hinaus bekannt zu machen.