Joaquín Grilo
Wer ist Joaquín Grilo?
Joaquín Grilo Mateos wurde am 20. Juli 1968 in Jerez de la Frontera, Cádiz, geboren. Er begann seine Tanzausbildung bei Cristóbal el Jerezano und wechselte 1981 an die Tanzschule von Fernando Belmonte und Paco del Río, wo er zum ersten Solotänzer des Ballet Albarizuela aufstieg, der von beiden Meistern gegründeten Compañía, der er bis 1988 angehörte.
Werdegang
Mit dem Ballet Albarizuela bereiste er Frankreich, England, die Schweiz, Marokko, Israel und Japan und trat zudem im Fernsehen in Italien, Deutschland und den Vereinigten Staaten auf; seine erste internationale Tournee führte ihn 1983, mit nur dreizehn Jahren, nach Tel Aviv und Jerusalem. 1986 trat er in der Queen Elizabeth Hall in London auf, und im folgenden Jahr in den Reales Alcázares von Sevilla vor den spanischen Königen und der englischen Königin. Zwischen 1990 und 1991 war er Solist der Compañía Teatro Ballet Español, und 1998 bestritt er einen ganzen Monat an Vorstellungen im Peacock Theatre in London. Er arbeitete mit Künstlern wie Lola Flores, Antonio Canales, Joaquín Cortés, Vicente Amigo, Paco de Lucía und dem Pianisten Chano Domínguez zusammen, der sein Zapateado wie ein Perkussionsinstrument einsetzte. Im Oktober 1999 gründete er seine eigene Compañía, mit der er mit „Jácara” debütierte, einem Stück, das sich auf die ursprünglichsten Palos des Flamenco konzentrierte.
Auszeichnungen und Stil
Im Laufe der achtziger Jahre sammelte er mehrere Auszeichnungen, die seinen frühen Aufstieg bestätigten: die lobende Erwähnung „Juana la Macarrona” des Concurso Nacional de Arte Flamenco de Córdoba 1986, den Tanzpreis der Fernsehsendung „Gente Joven” 1987 – mit einer Jury, der unter anderem El Güito und José Antonio angehörten – und den ersten Preis „Vicente Escudero” des Concurso Nacional de Córdoba 1989. Sein Tanz zeichnet sich durch ausgeprägte technische und künstlerische Strenge aus, mit eigenen Produktionen wie „Apoteosis Flamenca” (1996) und „Samaruco”, die Tradition und szenischen Anspruch vereinen.