Musique Espagnole

Tänzer

Juan Ogalla

1974 – heute

Wer ist Juan Ogalla?

Juan Ogalla wurde 1974 in Cádiz geboren. Als payo (Nicht-Roma) ausgebildeter Bailaor lernte er in den Akademien von Concha Baras, Angelita Gómez und Manolo Marín und vervollständigte seine Ausbildung in Workshops bei Meistern wie Manolete, Matilde Coral, Carmen Cortés, El Güito, Javier Latorre und El Toleo. Er debütierte 1982 professionell, mit gerade einmal acht Jahren, im Gran Teatro Falla von Cádiz, in „Las Calles de Cai”, unter der Regie von Carmen Giráldez.

Werdegang

Zwischen 1982 und 1987 war er Mitglied der Gruppe Los Niños de la Tertulia de la Isla unter der Leitung von Concha Baras, mit der er auf mehr als 250 Auftritte bei den großen Flamenco-Festivals kam. Zwischen 1988 und 1991 unternahm er Tourneen durch Europa – darunter eine Spielzeit im Théâtre Édouard VII in Paris mit „Flamenco, esa forma de vivir” – und erreichte den Broadway mit „Gipsy Passion”. 1992 gewann er den zweiten nationalen Preis für Flamenco-Tanz der Peña Flamenca von Huelva und trat bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele von Barcelona auf. Zwischen 1993 und 2000 war er sieben Jahre lang Mitglied der Compañía von Cristina Hoyos, als Tanzpartner und Solist, und wirkte in Produktionen wie „Arsa y Toma” oder „La Tirana” mit, das 1998 bei der Bienal de Sevilla uraufgeführt wurde. Auch arbeitete er mit Künstlerinnen wie Manuela Carrasco, María Pagés, Yoko Komatsubara und Lola Greco zusammen.

Stil und eigenes Projekt

Ab 2001 schlug er seinen eigenen Weg ein, mit der Uraufführung von „Soniquete Flamenco” in Malta und der Türkei sowie späteren Tourneen durch die Vereinigten Staaten, Japan, Brasilien und Europa. Beim Festival de Jerez 2005 hob die Kritik sein „klassisch-modernes Rezital von höchster Qualität” hervor, in dem er eine vollständige Beherrschung der Ausdrucksmöglichkeiten des Flamenco-Tanzes zeigte und Fußarbeit, Hüftbewegungen und einen Ansatz verband, der das Klassische mit dem Zeitgenössischen verschmilzt. 2006 präsentierte er im Teatro Alameda von Sevilla das gleichnamige Programm „Juan Ogalla”.