La Moneta
Wer ist La Moneta?
Fuensanta Fresneda Galera, künstlerisch bekannt als „La Moneta”, wurde 1984 im Sacromonte von Granada geboren, dem Höhlenviertel, aus dem die Roma-Zambra hervorging und das ihr Verständnis vom Tanz schon von der Wiege an prägte. Als Angehörige einer Roma-Familie eben dieses Viertels wuchs sie inmitten der Höhlenatmosphäre auf, in der schon Generationen von Künstlern vor ihr getanzt hatten, wodurch ihre Annäherung an den Flamenco von Kindesbeinen an fast selbstverständlich war.
Sie begann ihre Ausbildung mit acht Jahren an der Schule von Mariquilla und vertiefte ihr Lernen kurz darauf an der Akademie von Rosa Mari, wobei sie zusätzlich Unterricht bei Größen wie Antonio Vallejo, Juan Andrés Maya und Manolete erhielt. Diese frühe und vielseitige Ausbildung ermöglichte es ihr, schon als Kind eine professionelle Bühne zu betreten.
Werdegang
Mit gerade einmal zwölf oder dreizehn Jahren trat sie bereits regelmäßig in den Höhlen des Sacromonte auf, darunter im bekannten Saal „La Rocío”, und sie tanzte auch in der Peña Platería von Granada, einem der historischen Tempel von Cante und Tanz in der Stadt. Mit fünfzehn Jahren wagte sie den Sprung nach Madrid, wo sie im Jahr 2000 im Sala Suristán an der Spitze ihrer eigenen Gruppe debütierte – ein entscheidender Schritt, um sich außerhalb Andalusiens bekannt zu machen.
Seitdem ist sie auf Bühnen wie dem Teatro Isabel la Católica in Granada, dem Calderón in Motril oder dem Alameda in Málaga aufgetreten, sowie bei internationalen Festivals, darunter dem Rheinischen Festival in Frankfurt. Sie hat an gemeinschaftlichen Produktionen von Javier Latorre mitgewirkt, wie „Triana: en el nombre de la rosa” und „Rinconete y Cortadillo”, und eigene Programme wie „De entre la luna y los hombres” auf die Bühne gebracht, das 2007 unter der Regie von Hansel Cereza uraufgeführt wurde, sowie „Lo que trae el aire”. 2003 gewann sie den ersten Tanzpreis „El Desplante” beim Festival de las Minas von La Unión, einem der prestigeträchtigsten Flamenco-Wettbewerbe.
Stil
Ihr Tanz stützt sich auf die Ausstrahlungskraft und das Temperament der Granada-Schule, denen sie eine starke dramatische Komponente und eine sehr ausgefeilte rhythmische Kontrolle hinzufügt. Sie selbst hat Carmen Amaya, Manuela Carrasco und Eva Yerbabuena als Bezugspunkte genannt sowie den Einfluss von Matilde Coral auf ihre Armarbeit anerkannt, alles kombiniert mit einer choreografischen Recherche eher zeitgenössischen Zuschnitts, gemeinsam mit Schöpfern wie Javier Latorre.
Vermächtnis
La Moneta hat sich als eine der herausragenden Stimmen jener Generation von Bailaoras etabliert, die aus dem Sacromonte im Windschatten großer Namen des Granada-Tanzes hervorgegangen ist, und bringt eine Sichtweise ein, die die Tradition der Höhlen mit zeitgemäßeren szenischen Ansätzen verbindet.