Lola Flores

Wer ist Lola Flores?
Dolores Flores Ruiz, Lola Flores, wurde am 21. Januar 1923 in Jerez de la Frontera im Schoß einer Roma-Familie geboren und trat schon als kleines Mädchen bei den Festen ihres Dorfes auf. Sie debütierte 1939 im Teatro Villamarta mit dem Programm „Luces de España”, zusammen mit dem Gitarristen Melchor de Marchena, und wirkte kurz darauf im Film „Martígala” an der Seite des Cantaors Pepe Marchena mit, außerdem bereiste sie Andalusien mit dem Gitarristen Javier Molina.
Werdegang
Nach einer sechsmonatigen Spielzeit im Café Arrieta von Gijón, wo sie ihre Nummer „El lerele” populär machte, debütierte sie in Madrid im Teatro Fontalba mit dem Programm „Cabalgata”, das ihr einen enormen Erfolg in Madrid und Barcelona einbrachte. Zwischen 1945 und 1952 bildete sie ein künstlerisches Paar mit Manolo Caracol in der Show „Zambra”, mit der sie Spanien und Amerika bereisten, und nahm mit ihm ihre erste Schallplatte auf. Ab 1953 leitete sie bereits ihre eigene Compañía und heiratete den Gitarristen Antonio González „El Pescailla”, mit dem sie eines der populärsten Paare des spanischen Nachkriegsspaniens bilden sollte.
In ihren letzten Lebensjahren litt sie unter gesundheitlichen Problemen, die mehrere chirurgische Eingriffe erforderten, ohne dass sie deshalb aufhörte, fast bis zum Ende ihres Lebens auf den Bühnen zu stehen.
Stil
Der Kritiker und Dichter José María Pemán bezeichnete sie wegen ihres mitreißenden Temperaments und ihrer ganz eigenen, unorthodoxen Art, den Flamenco zu verstehen, als „Wirbelwind der Farben” – eine Auffassung, die stärker auf interpretatorische Kraft und Zerrissenheit als auf technische Orthodoxie setzte.
Vermächtnis
Sie starb am 17. Mai 1995 in Madrid, als eine der populärsten und meistgeliebten Figuren der spanischen Kultur des 20. Jahrhunderts, mit einer Spur, die über den Flamenco hinausreicht und sich im kollektiven Gedächtnis mehrerer Generationen festgesetzt hat.