Musique Espagnole

Tänzer

Manuela Carrasco

1954 – heute

Manuela Carrasco
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Wer ist Manuela Carrasco?

Manuela Carrasco Salazar wurde 1954 im Sevillaner Stadtviertel Triana geboren, als Tochter des Bailaor José Carrasco „El Sordo” und mütterlicherseits mit der Familie der Camborios verwandt. Sie wuchs in einem gitanischen Umfeld auf, das ganz der Flamenco-Kunst gewidmet war, und bildete sich autodidaktisch aus, indem sie schon als Kind Rhythmus und Bewegung aufsog, ohne reguläre Akademien zu besuchen.

Sie debütierte sehr jung, mit elf Jahren, professionell im Tablao El Jaleo von Torremolinos und trat kurz darauf eine Zeit lang in La Cochera in Sevilla auf. Mit dreizehn Jahren unternahm sie zusammen mit dem Bailaor Curro Vélez eine zweijährige Europatournee, eine prägende Erfahrung, die sie schon vor Erreichen der Volljährigkeit auf der Bühne stählte.

Werdegang

Ihre Karriere festigte sich in renommierten Tablaos wie Los Gallos in Sevilla und Los Canasteros in Madrid, letzteres unter der Schirmherrschaft von Manolo Caracol. 1976 trat sie zusammen mit Camarón de la Isla in der Show „Gitano” im Teatro Monumental in Madrid auf, und im darauffolgenden Jahrzehnt trug sie ihre Kunst über Spanien hinaus: 1981 trat sie im Teatro Olímpico in Rom auf, und 1986 spielte sie die Hauptrolle in „Flamenco puro” in New York vor der spanischen Königin. Im Laufe der Jahre teilte sie sich das Programm mit Cantaores und Gitarristen wie El Lebrijano, Juan Habichuela, Fernanda de Utrera und El Farruco, und sie ist mit dem Gitarristen Joaquín Amador verheiratet.

Stil

Ihr Tanz zeichnet sich durch Gelassenheit und Zurückhaltung aus: ein sauberes, präzises Fußwerk, ohne unnötige Verzierungen ausgeführt, das sich eher auf die traditionellste Wurzel des Flamenco stützt als auf unnötige technische Zurschaustellung. Diese ausdrucksstarke Schlichtheit, verbunden mit einer natürlichen Eleganz, ist das Markenzeichen, das sie seit ihren ersten Jahren auf der Bühne auszeichnet.

Vermächtnis

1974 gewann sie den Bulerías-Preis des Concurso Nacional de Arte Flamenco von Córdoba und den Premio Nacional de Danza des Instituto de Flamencología von Jerez, und im Jahr darauf kam der Premio Internacional de Baile von San Remo hinzu. Bereits im 21. Jahrhundert erhielt sie 2007 den Premio Nacional de Danza und 2008 die Medalla de Andalucía. Der Kritiker Ángel Álvarez Caballero verglich sie mit Carmen Amaya und Pastora Imperio, und spätere Bailaoras wie Eva Yerbabuena haben ihr Fußwerk als direkte Inspirationsquelle genannt.