Marisol

Wer ist Marisol?
Josefa Flores González, künstlerisch bekannt als Marisol, wurde am 4. November 1948 in Málaga geboren und bildete sich schon als kleines Kind in der Gruppe Coros y Danzas ihrer Stadt aus, wodurch sie eine solide Grundlage in Cante und Flamenco-Tanz erwarb. Sie wurde 1959 bei einem im Fernsehen übertragenen Auftritt bei der Feria del Campo in Madrid entdeckt, was ihr die Türen zu einer kometenhaften Karriere öffnete, die noch im selben Jahr mit ihrem ersten Film, “Un rayo de luz” unter der Regie von Luis Lucia, begann.
Werdegang
Im Laufe der sechziger und siebziger Jahre spielte sie die Hauptrolle in zahlreichen Filmen, die sie zu einem der beliebtesten Wunderkinder des spanischen Kinos machten, und bereits in den achtziger Jahren wirkte sie in zwei entscheidenden Zusammenarbeiten mit dem Regisseur Carlos Saura mit: “Bodas de sangre” (1981) und “Carmen” (1983), bevor sie sich 1985 mit “Caso cerrado” vom Kino zurückzog. Sie wirkte zudem in Serien des spanischen Fernsehens mit, darunter eine über Mariana Pineda, und entwickelte parallel eine musikalische Karriere.
Sie heiratete zunächst Carlos Goyanes und später den Bailaor Antonio Gades, mit dem sie drei Töchter hatte, darunter die Schauspielerin María Esteve und die Sängerin Celia Flores.
Vermächtnis
Seit Mitte der achtziger Jahre aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen, lebt sie in Málaga und widmet sich karitativen Aufgaben, mit besonderem Engagement für Vereinigungen für Multiple Sklerose und Stiftungen in Nicaragua. 2020 erhielt sie den Goya de Honor als Anerkennung für eine ganze Karriere, die sie zu einer der beliebtesten Figuren des spanischen Kinos und der spanischen Musik machte.