Mercedes Ruiz
Wer ist Mercedes Ruiz?
Mercedes Ruiz wurde 1980 in Jerez de la Frontera geboren. Sie begann bereits mit sechs Jahren professionell zu tanzen, als sie 1986 in der Show “Semilla flamenca” unter der Regie von Ana María López debütierte, und bildete sich von Kindheit an bei Manuel Morao und Los Gitanos de Jerez aus, mit deren Show “Esa forma de vivir” sie ab 1988 auftrat, mit Aufführungen in Madrid, New York und am Broadway im Jahr 1992.
Werdegang
Schon als junge Frau gehörte sie den Compañías von Antonio El Pipa, mit dem sie zwischen 1998 und 2000 in “Vivencias” tanzte, und von Eva Yerbabuena an, mit der sie zwischen 2000 und Ende 2001 an “5 Mujeres 5” mitwirkte, und arbeitete zudem 2002 mit Andrés Marín an “Más allá del tiempo” zusammen. Diese Ausbildungsphase an der Seite einiger der bedeutendsten Figuren des Tanzes aus Jerez und Sevilla prägte ihre spätere künstlerische Entwicklung.
Als Solistin hat sie eigene Produktionen uraufgeführt wie “Dibujos en el aire” (Festival de Jerez, 2003), “Gestos de mujer” (2004), “Juncá” (2006) und “Tauromagia”, diese zusammen mit dem Gitarristen Santiago Lara und 2019 für die Max-Preise nominiert. Sie hat ihren Tanz auf Bühnen in Europa (Mont de Marsan, Gimont, Biarritz, Lyon), Japan, Südamerika und an weiteren Orten wie Mauretanien oder Bratislava gezeigt und war Teil des Programms von Festivals wie der Bienal de Sevilla oder dem Festival de Jerez.
Stil
Ihr Tanz verbindet Modernität mit einer sehr starken Bindung an die Wurzeln von Jerez, besonders sichtbar in ihrer Beherrschung der Farruca und der Alegrías, wenngleich ihr Repertoire sich auch auf die Petenera, die Bulería, die Seguiriya, die Zambra, die Milonga oder die Trilla erstreckt.
Vermächtnis
Sie wurde mit dem Premio Nacional de Córdoba “Antonio Gades” (2000), dem Premio Jóvenes Intérpretes der Bienal de Sevilla (2002) und dem Internationalen Tanzpreis “Movimientos” von Wolfsburg (2009) ausgezeichnet. Seit 2007 gibt sie zudem Sommerkurse in Jerez und verbindet damit ihre Tätigkeit als Interpretin mit der Weitergabe ihrer Technik an neue Generationen von Bailaores.