Rosario

Wer ist Rosario?
Florencia Pérez Padilla, künstlerisch bekannt als Rosario, wurde 1918 in Sevilla geboren, als Tochter von Manuel Pérez, genannt “el Ronco”, der einen Getränkestand betrieb, und von Julia Padilla, die schließlich zu ihrer Managerin und wichtigsten Stütze während ihrer gesamten Karriere wurde. Schon als kleines Mädchen zeigte sie Talent für den Tanz, und ihre Mutter zögerte nicht, dieses Talent in eine professionelle Ausbildung zu lenken.
Sie wurde von Meister Realito ausgebildet, von Ángel Pericet in der Escuela Bolera, und lernte Alegrías bei Juana la Macarrona; später öffnete ihr in Barcelona Vicente Reyes die Türen zur Choreografie auf klassischer Musik, mit Werken von Ravel und Granados als Referenz. Sie debütierte als Kind, 1928, bei der Weltausstellung in Lüttich als Teil von “Los petits sevillanitos”, und kurz darauf begann sie zusammen mit Antonio zu tanzen, mit dem sie eines der berühmtesten Paare des spanischen Tanzes bilden sollte und mit dem sie sich dem Königshaus als “los chavalillos sevillanos” präsentierte.
Werdegang
Der Bürgerkrieg trieb sie ins Exil in Südfrankreich und danach nach Argentinien, wo sie im Teatro Maravillas in Buenos Aires debütierte und die Bühne mit Carmen Amaya teilte. Von dort aus nahm ihre Karriere Kurs auf die Vereinigten Staaten: Sie drehte in Hollywood Filme wie “Ziegfeld Girls”, “Hollywood Canteen” und “Panamericana”, trat 1944 in der Carnegie Hall in New York auf und tanzte sogar vor Präsident Roosevelt im Weißen Haus.
Mit einundzwanzig Jahren heiratete sie in Argentinien den italienischen Pianisten Silvio Masciarelli, von dem sie sich später trennte und mit dem sie einen Sohn hatte, Rafael, dessen Patin Encarnación López “la Argentinita” war. Nachdem sie sich 1952 künstlerisch von Antonio getrennt hatte, unterhielt Rosario zwischen 1953 und 1972 eine eigene Kompanie und fand zwischen 1962 und 1965 mit ihrem früheren Partner wieder auf den Bühnen zusammen.
Vermächtnis
In ihren letzten Jahren widmete sie sich dem Unterrichten, unter ihren Schülerinnen die Infantinnen Elena und Cristina, und 1995 erhielt sie die Medalla de Oro de las Bellas Artes. Bereits im Ruhestand in Madrid und von chronischer Bronchitis geplagt, starb sie im Jahr 2000 und wird als eine der Hälften des bewundertsten spanischen Tanzpaares ihrer Generation in Erinnerung gehalten.