Buika

Wer ist Buika?
Concha Buika (Palma de Mallorca, 1972), Tochter äquatorialguineischer Exileltern, ist eine Sängerin, die einen eigenen, unverwechselbaren Stil geschaffen hat, indem sie Flamenco und Copla mit Jazz, Soul sowie afrikanischen und lateinamerikanischen Rhythmen verschmolz. Sie wuchs im mallorquinischen Viertel Son Gotleu auf, in einem Umfeld aus Payos und Roma, das ihre Art, den Cante zu verstehen, schon als Kind prägte.
Ihre tiefe, gebrochene Stimme und ihre Art zu phrasieren, weit entfernt von den konventionellen Flamenco-Kanons, machten sie schnell zu einer Interpretin, die sich schwer in ein einzelnes Genre einordnen lässt.
Werdegang
Bevor sie sich ganz ihrer musikalischen Karriere widmete, verbrachte sie eine Zeit in Las Vegas, wo sie als Imitatorin von Künstlerinnen wie Tina Turner arbeitete, eine Erfahrung, die ihre stimmliche und bühnenmäßige Ausbildung stärkte. Nach ihrer Rückkehr nach Spanien begann sie, eigene Alben zu veröffentlichen, die im Laufe der 2000er Jahre an Persönlichkeit und internationaler Anerkennung gewannen.
Ihre Zusammenarbeit mit dem kubanischen Pianisten Chucho Valdés auf dem Album „El último trago” (2006), gewidmet Chavela Vargas, bedeutete einen wichtigen Sprung in ihrer Ausstrahlung außerhalb Spaniens und öffnete ihr die Türen zu Jazzfestivals und lateinamerikanischem Publikum.
Wichtigste Diskografie
Zu ihren anerkanntesten Alben zählen „Mi niña Lola” (2006), „Niña de fuego” (2008) und ihr Debüt „En mi piel” (2000). Sie hat auch mit Künstlern wie Jorge Drexler und Nelly Furtado zusammengearbeitet und dabei stets diese Fähigkeit gezeigt, sich zwischen Genres zu bewegen, ohne ihre stimmliche Identität zu verlieren.
Vermächtnis
Buika wurde mehrfach für den Grammy nominiert und hat einen Latin Grammy gewonnen, zusätzlich zu einem Goya für ein Filmlied. Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, die Grenzen dessen zu erweitern, was unter Flamenco-Musik verstanden wird, indem sie eine afrokaribische Sensibilität und eine im Genre seltene stilistische Freiheit einbrachte.