Musique Espagnole

Flamenco-Sänger

Canalejas de Puerto Real

1905 – 1966

Wer ist Canalejas de Puerto Real?

Juan Pérez Sánchez, künstlerisch bekannt als Canalejas de Puerto Real, wurde 1905 in Puerto Real (Cádiz) geboren. Er stammte aus einer Roma-Familie aus Jerez mit dem Beinamen “los Paquirri” und war eines von acht Geschwistern, darunter einer bekannt als Moret. Dieses familiäre Roma-Umfeld prägte schon früh seine Vorliebe für die festlichen Cantes.

Mit der Zeit ließ er sich in Jaén nieder, wo er eine eigene Familie gründete: Er heiratete und bekam drei Kinder – eine Stadt, in der er auch einen Großteil seines Lebens abseits der Bühnen verbringen sollte.

Werdegang

Er begann 1932 bekannt zu werden, mit einem Debüt in Barcelona, das den Beginn seiner Ausstrahlung außerhalb Andalusiens markierte. Er trat wiederholt im Circo Price in Madrid auf, gemeinsam mit anderen großen Cantaores seiner Zeit, darunter José Cepero, und trug seinen Cante auch außerhalb Spaniens vor, mit Tourneen, die ihn bis nach Marokko führten, wo er im Teatro Español in Tetuán auftrat. Er teilte sich häufig die Bühne mit den Gitarristen Martínez – seinem bevorzugten Begleiter –, Vicente el Granaíno und Alfonso Labrador. Unter seinen Vorbildern bewunderte er besonders Manuel Torre und El Niño Gloria de Jerez sowie José Cepero und La Niña de los Peines. In den sechziger Jahren kamen seine größten Erfolge bei Wettbewerben: die Lámpara Minera 1963, der erste Preis der Cantes de Levante beim Concurso Nacional de Córdoba 1964 und ein zweiter Preis in der Profikategorie der Cartageneras.

Palos und Diskografie

Sein Repertoire war sehr breit gefächert: Alegrías, Soleá, Aires de Huelva, Serranas, Malagueñas, Fandangos de Almería, Granaínas, Tarantas, Bulerías, Cantiñas, Tanguillos, Villancicos und Cartageneras, mit einer persönlichen Handschrift bei den festlichen Cantes. Er hinterließ Aufnahmen bei den Labels Belter, 1961, und Vergara, 1964, mit Interpretationen mehrerer dieser Stile.

Vermächtnis

Nach einer von Wettbewerbserfolgen geprägten Karriere ließ sich Canalejas de Puerto Real endgültig in Jaén nieder, wo er den Cante mit einem Taxigeschäft verband, ohne die Bühnen ganz aufzugeben. Er starb 1966 in dieser Stadt und hinterließ die Erinnerung an eine der bekanntesten festlichen Stimmen seiner Generation.