Musique Espagnole

Flamenco-Sänger

José Palanca

1904 – 1976

Wer ist José Palanca?

José Lebrón López, künstlerisch José Palanca, wurde 1904 in Marchena (Sevilla) geboren und starb 1976 in seinem Heimatort. Seine Spezialität war der fandango, dem er eine sehr persönliche Prägung gab: Nach dem Urteil derjenigen, die ihn singen hörten, entwickelte er einen kreativen und schönen Stil, der bei anderen Künstlern seiner Generation Spuren hinterließ, darunter der fandanguillo, eine Variante, zu deren Popularisierung er beitrug.

Werdegang

Er debütierte 1931 im Circo Price von Madrid, wo er als „Erneuerer des fandanguillo” vorgestellt wurde, und trat im selben Jahr auch im Gran Teatro Metropolitano auf. Bis 1936 war er ständiger Bühnenpartner von Angelillo, mit dem er einen Großteil Spaniens bereiste, zusätzlich zu Tourneen durch das ehemalige spanische Protektorat in Marokko. Nach dem Bürgerkrieg blieb er aktiv: 1944 nahm er an der Semana Flamenca des Teatro Fuencarral gemeinsam mit Pepe Marchena teil, 1947 war er Teil des Programms „Pasan las coplas” und 1965 trat er beim II. Certamen Nacional de Cartageneras an, außerdem wirkte er als Ehrengast im Ensemble von „Solera” mit.

Palos und Diskografie

Neben dem fandango und dem fandanguillo pflegte er die cartageneras und hinterließ eine umfangreiche Diskografie, gelegentlich an der Gitarre begleitet von Manolo de Badajoz, wenngleich nicht viele Einzelheiten zu Titeln oder konkreten Labels seiner Aufnahmen überliefert sind.

Vermächtnis

1974 wurde ihm im Cine Planelles seines Geburtsortes gemeinsam mit anderen bedeutenden Flamenco-Figuren eine Ehrung zuteil, in Anerkennung einer Laufbahn, die der Kritiker Francisco Ruiz Valero, ein enger Freund von ihm, mit dem er lange Gespräche über die Technik des fandango führte, aus nächster Nähe dokumentierte.