El Niño Isidro
Wer ist El Niño Isidro?
Francisco Barrera García, bekannt als El Niño Isidro, wurde 1896 in Huelva geboren. Er begann sehr jung, mit kaum dreizehn oder vierzehn Jahren, bei Festen und Zusammenkünften seines Umfelds öffentlich zu singen, und von diesem Moment an wurde der cante zum Zentrum seines gesamten beruflichen Lebens. Sein Name blieb für immer mit der Stadt verbunden, in der er geboren wurde, und ganz besonders mit einem der wichtigsten Termine im andalusischen Kalender: der Wallfahrt von El Rocío.
Werdegang
Er war eine feste Größe bei der Feria de Sevilla und blieb während seiner gesamten Laufbahn nie der Wallfahrt von El Rocío fern, der er einen Großteil seines Repertoires widmete. Er trat regelmäßig im sevillanischen Tablao El Guajiro auf und brachte die copla andaluza auch bis zum Teatro Pavón in Madrid, dazu wirkte er bei zahlreichen Flamenco-Festivals an verschiedenen Orten Andalusiens mit. Sein Einsatz für die Sache der rocieros und seine ständige Präsenz bei der Feria machten ihn zu einer in seiner Heimat sehr beliebten Figur.
Palos und Diskografie
Zusammen mit Manuel Mora „El Comía”, Rengel und Rebollo gilt er als einer der wichtigsten Schöpfer des fandango de Huelva, ein Stil, dem er den größten Teil seiner Karriere widmete. Innerhalb dieser Spezialität pflegte er die fandangos rocieros und die siguiriyas rocieras, der Virgen del Rocío gewidmet, und komponierte über zweihundert eigene Strophen des fandango. Sein Repertoire ergänzte sich durch saetas, verdiales, malagueñas sowie die sogenannten estilos cortos, valientes, alosneros und serranos, getragen von einer klangvollen Stimme, die sich besonders für den Cante Flamenco eignete.
Vermächtnis
Er starb 1960 in Huelva, in derselben Stadt, in der er geboren wurde. Sein Einfluss auf den fandango onubense war so bedeutend, dass 2009 die neunte Ausgabe des Circuito de Cante Flamenco de Huelva seinem Andenken gewidmet wurde – eine Hommage, die seine Rolle als einer der Väter dieses Stils sowie seine unerschütterliche Verehrung für die Wallfahrt würdigte, die einen Großteil seines Werks prägte.