Musique Espagnole

Cecilia

Liedermacherin, Folk, Pop · 1970 – 1976

Cecilia
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Wer ist Cecilia?

Cecilia Evangelina Sobredo Galanes (Madrid, 11. Oktober 1948 – Trasmonte, Benavente, 2. August 1976), künstlerisch bekannt als Cecilia, war eine spanische Liedermacherin. Als Tochter von Diplomaten verbrachte sie einen Teil ihrer Kindheit auf Reisen durch verschiedene Länder, weshalb ihre frühesten Erinnerungen und ersten Kompositionen auf Englisch waren; mit der Zeit wandte sie sich dem Spanischen zu, der Sprache ihrer größten Erfolge. Schon als Teenager trat sie bei Schulabschlussfeiern auf — eine Leidenschaft, die sie nie aufgab.

Werdegang

1970 gründete sie die Gruppe Expresión, mit der sie eine Platte aufnahm. 1971 wurde sie vom Major-Label CBS (heute Sony Music) unter Vertrag genommen und veröffentlichte ihre erste Single „Mañana” mit „Reuníos” — den Beatles gewidmet — auf der B-Seite. 1972 folgte ihr Debütalbum „Cecilia” mit Titeln wie „Lady, Lady”, „Me fui”, „Dueño y señor” und „Nada de nada”. Ein Jahr später erschien „Cecilia 2” mit intimerem, reiferem Klang und Liedern wie „Andar”, „Un millón de sueños” und „Mi ciudad”.

1975 veröffentlichte sie „Un ramito de violetas”, das Album, das sie dank des Titelsongs endgültig zur Legende machte und auch den Erfolgshit „Mi querida España” enthielt; die Platte war mit eigenen Zeichnungen illustriert, eine pro Lied. Im selben Jahr vertrat sie das spanische Fernsehen beim OTI-Festival mit „Amor de medianoche”, von ihr selbst getextet, mit Musik von Juan Carlos Calderón, und belegte den zweiten Platz. Ende 1976, während sie an einem von der Lyrik Valle-Incláns inspirierten Album arbeitete, veröffentlichte sie die Single „Tú y yo”, einen bemerkenswerten Sommerhit jenes Jahres.

Wichtige Diskografie und Vermächtnis

Cecilia starb in der Nacht zum 2. August 1976 bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Benavente (Zamora) auf der Rückfahrt von einem Konzert in Vigo; sie war 27 Jahre alt. Nach ihrem Tod erschien eine Single mit den Titeln „El viaje” und „Lluvia”, 1983 folgte ein Album mit bis dahin unveröffentlichten Liedern, darunter „Doña Estefaldina”, ursprünglich für das unvollendet gebliebene Album gedacht. 1996 erschien ein Doppelalbum mit sechs Duetten mit Künstlern wie Miguel Bosé, Julio Iglesias, Ana Belén und Manolo Tena sowie dem unveröffentlichten Titel „Desde que tú te has ido”. Auf ihren Platten fanden sich außerdem Coverversionen von Klassikern von Bob Dylan und Simon & Garfunkel wie „Bridge Over Troubled Water” oder „Blowin’ in the Wind”, die dazu beitrugen, diese Lieder beim spanischen Publikum bekannt zu machen. Neben Liedermacherinnen wie Janis Ian oder Carole King im englischsprachigen Raum gilt sie als eine der persönlichsten Stimmen des Cantautor-Genres ihrer Generation.