Musique Espagnole

Celia Gámez

Copla, Musikalische Revue · 1920er – 1960er

Celia Gámez
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Wer ist Celia Gámez?

Celia Gámez, geboren am 25. August 1905 in Buenos Aires, gehört zu den großen Figuren der Madrider Bühne, obwohl sie künstlerisch stets als Spanierin galt. Mitte der 1920er Jahre kam sie nach Spanien und debütierte als Vice-Tiple in der Musikkomödie “Corsarios”, nachdem sie in Argentinien an der Seite des Komponisten José Padilla begonnen hatte. Schnell wurde sie zu einem echten Bühnenphänomen: Nach Aussagen derer, die sie auf der Bühne erlebten, war sie weder eine große Schönheit noch besaß sie eine herausragende Stimme oder war eine vollendete Tänzerin – doch ihre Ausstrahlung füllte die Theater.

Werdegang

Sie war der große Star der spanischen Musikrevue, beständig unterstützt vom Maestro Francisco Alonso, an dessen Seite sie den Höhepunkt ihrer Karriere erlebte: die Uraufführung von “Las Leandras” 1931. Aus ihren Ensembles gingen Künstler hervor, die später selbst große Stars wurden, darunter Concha Velasco, Lina Morgan, Esperanza Roy und Tony Leblanc. Sie nahm Tangos und Coplas wie “A media luz”, “Una plegaria”, “Mamita” oder “Confesión” auf und machte sie populär, ebenso Revuenummern wie “Tabaco y cerillas”, “La estudiantina portuguesa” und “El águila de fuego”. Auch im Film war sie zu sehen, etwa in “Ráptame”, auch wenn ihr Erfolg auf der Leinwand deutlich hinter dem auf der Bühne zurückblieb.

1944 heiratete sie in der Basilika de los Jerónimos in Madrid José Manuel Goenaga – eine Hochzeit, die zu einem der meistdiskutierten Ereignisse der spanischen Gesellschaft der 1940er Jahre wurde.

Vermächtnis

Mit dem Niedergang der Musikrevue in den 1960er Jahren gab Celia Gámez, bereits über sechzig, ihre letzte große Show; auch wenn sie danach vereinzelt auf die Bühne zurückkehrte, war ihre Zeit als führender Star vorbei. Ihre letzten Jahre, geprägt von finanziellen Schwierigkeiten, verbrachte sie wieder in Buenos Aires, wo sie am 10. Dezember 1992 starb. Sie wurde auf dem Friedhof La Chacarita beigesetzt, nur wenige Schritte vom Grab des spanischen Sängers Miguel de Molina entfernt.