Diego El Cigala

Wer ist Diego El Cigala?
Diego El Cigala, Künstlername von Diego Ramón Jiménez Salazar (Madrid, 1968), ist ein spanischer Cantaor aus einer Roma-Familie, der schon sehr jung in den Tablaos und Flamenco-Peñas Madrids auftrat. Seine gebrochene und ausdrucksstarke Stimme machte ihn schnell zu einer der respektiertesten jungen Figuren des Flamenco-Cante des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Über Jahre hinweg arbeitete er mit großen Namen des Flamenco-Tanzes und -Gesangs zusammen und formte dabei einen persönlichen Stil, bevor er den Sprung zu einer eigenen Solokarriere wagte.
Werdegang
Der große Wendepunkt seiner Karriere kam mit „Lágrimas negras” (2003), einem zusammen mit dem kubanischen Pianisten Bebo Valdés aufgenommenen Album, das Flamenco und kubanische Boleros mit enormem internationalem und kritischem Erfolg verschmolz. Dieses Album platzierte ihn auf der Landkarte der Musik jenseits der Flamenco-Kreise und öffnete ihm die Türen zu Bühnen und Publikum in aller Welt.
Nach diesem Meilenstein erforschte El Cigala weiterhin Fusionen mit lateinamerikanischen Genres, in Alben wie „Dos lágrimas” (2008) oder „Romance de la luna tucumana” (2011), letzteres der argentinischen Folklore gewidmet, ohne dabei je aufzuhören, parallel zum traditionellsten Flamenco zurückzukehren.
Vermächtnis
Diego El Cigala gilt als einer der großen Erneuerer des zeitgenössischen Flamenco durch seine Fähigkeit, mit anderen Musiken der hispanischen Welt in Dialog zu treten, ohne die Wurzel des Cante Jondo zu verlieren. Seine Arbeit mit Bebo Valdés bleibt eine unumgängliche Referenz in der jüngeren Geschichte der Flamenco-Fusion.