Musique Espagnole

Gitarristen

Antonio Carrión

1964 – heute

Wer ist Antonio Carrión?

Antonio Carrión Jiménez, in seinen Anfängen als “Niño Carrión” bekannt, wurde 1964 in Mairena del Alcor (Sevilla) geboren, in eine Familie mit tiefen Flamenco-Wurzeln: Er ist der Sohn des Cantaors Carrión de Mairena, der sein erster Lehrmeister war und ihm die ersten Klänge und Takte des Flamenco beibrachte, sowie entfernter Nachfahre des Cantaors Cancuna aus Mairena, der einst gemeinsam mit Antonio Mairena auftrat.

Werdegang

Er nahm mit dreizehn Jahren zum ersten Mal eine Platte auf, ein frühes Debüt, das das Talent bestätigte, das er schon als Kind gezeigt hatte. In seinem Spiel sind die Spuren der Schulen von Melchor de Marchena, Niño Ricardo und Manolo de Huelva zu erkennen, drei der einflussreichsten Strömungen der Flamenco-Gitarre des 20. Jahrhunderts, die Carrión sich aneignete und mit einem eigenen Stil verschmolz, der vor allem auf die Begleitung des klassischen Cante ausgerichtet ist.

Im Laufe seiner Karriere hat er Cantaores wie José Menese, El Lebrijano, Manuel Mairena, Curro Malena, Chocolate, Chano Lobato, El Chozas, José Galán, Diego Clavel, Tina Pavón, La Macanita, Elu de Jerez, Carmen Jara und Carmen Linares begleitet und seine Gitarre auf internationale Festivals in Mont de Marsan, Bordeaux, Amsterdam, Brüssel, Brügge, Berlin, Düsseldorf, Rom, Genf und Alexandria getragen.

Stil und Diskografie

Seinen bekanntesten diskografischen Höhepunkt erreichte er 2002, als er den Latin Grammy für das beste Flamenco-Album gewann, eine Auszeichnung, die seinen Platz unter den führenden Gitarristen seiner Generation im Bereich der eher traditionellen Cante-Begleitung bestätigte.

Vermächtnis

Er erhielt außerdem zahlreiche goldene Ehrenabzeichen von Flamenco-Peñas, die Goldene Flagge Andalusiens in Brüssel, den Ersten Preis “Gente Joven” von TVE und den Titel eines Ehrenbürgers der Villa de la Rinconada, Auszeichnungen, die eine gefestigte Karriere sowohl in Spanien als auch auf den bedeutendsten Flamenco-Bühnen Europas widerspiegeln.