Musique Espagnole

Gitarristen

Curro de Jerez

1949 – heute

Wer ist Curro de Jerez?

Francisco Fernández Loreto, künstlerisch bekannt als Curro de Jerez, wurde 1949 in Jerez de la Frontera, Cádiz, geboren, in eine Flamenco-Familie hinein: Sein Vater war der Cantaor Sernita de Jerez, und er selbst heiratete die Tänzerin und Cantaora Carmen Loreto, Tochter des Gitarristen Pedro Montoya, der damit auch sein künstlerischer Schwiegervater wurde.

Dieses familiäre Umfeld trieb ihn früh zur Gitarre, und mit knapp vierzehn Jahren debütierte er im Ballett von Antonio, der Compañía, mit der er in seinen ersten Karrierejahren einen großen Teil der Welt bereiste und mit der er seine erste Plattenaufnahme machte, bereits zusammen mit Melchor de Marchena und Chano Lobato.

Werdegang

Im Laufe seines Berufslebens hat er vor allem als Begleitgitarrist gewirkt, sowohl beim Cante als auch beim Tanz, und dabei mit Künstlern wie seinem Schwiegervater Pedro Montoya, Manuel Agujetas, Cancanilla, El gitano de Valladolid oder Félix de Utrera zusammengearbeitet, dessen zweite Gitarre er bei verschiedenen Gelegenheiten war. Er war auch Teil der Compañía der Tänzerin Blanca del Rey und arbeitete mit Sevillanas-Gruppen zusammen.

In Madrid ansässig, übernahm er die Stelle des ersten Gitarristen im Corral de la Morería, einem der angesehensten Tablaos der Hauptstadt, ein Posten, der sein Ansehen als auf Bulerías, Alegrías, Soleares und Tarantos spezialisierter Begleiter festigte.

Stil und Diskografie

Sein im Tablao und in der direkten Begleitung von Tanz und Cante geschmiedetes Spiel fand 2000 seinen Niederschlag in seinem einzigen Soloalbum, “Guitarra suena”, veröffentlicht beim Label Alía Records, ein Werk, das die über Jahrzehnte im Beruf des Begleiters gesammelte Erfahrung zusammenfasst.

Vermächtnis

Die Peña Los Cernícalos aus Jerez würdigte seine Laufbahn mit dem Nationalen Gitarrenpreis, und in den letzten Jahren hat er einen Teil dieser Erfahrung in die Lehre eingebracht, indem er Meisterkurse in Gitarre, Cante und Tanz in La Merced de Cádiz gab und so das Handwerk der Begleitung, das seine Karriere prägte, an neue Generationen weitergab.