Félix de Utrera
Wer ist Félix de Utrera?
Félix García Vizcaíno, bekannt als Félix de Utrera, wurde am 29. Juni 1929 auf den Kanarischen Inseln geboren. Seine Eltern stammten jedoch aus Utrera, und dorthin zog er bereits mit sechs Jahren, wo er von da an seine gesamte künstlerische Identität in dem sevillanischen Ort entwickelte, der ihm später seinen Künstlernamen geben sollte. Er studierte in Cádiz bei einem wenig bekannten Tocaor namens Capinetti, der ein Schüler des Meisters Patiño gewesen war, und bekannte stets seine große Bewunderung für die Technik von Niño Ricardo, deren Einfluss in seinem Spiel spürbar ist.
Werdegang
Er war bei allen großen Meistern des Cante seiner besten Zeit sehr gefragt, dank seiner Anpassungsfähigkeit: Sein Spiel passte sich mühelos dem Stil jedes Cantaors an, eine Eigenschaft, die es ihm erlaubte, praktisch alle großen Flamencokünstler seiner Zeit zu begleiten, und die in der berühmten „Antología Magna” des Cante festgehalten wurde, an der er als Instrumentalist mitwirkte. Er nahm zahlreiche Platten als Begleiter auf und unternahm Tourneen durch ganz Spanien und Europa, doch am meisten in Erinnerung blieb seine dreißigjährige Zeit als erste Gitarre im Madrider Tablao Corral de la Morería, einer der renommiertesten Flamenco-Bühnen der Hauptstadt.
Vermächtnis
Er starb am 4. September 1998 in Madrid und hinterließ eine Karriere, die weniger auf solistischem Glanz als auf der Solidität und Vielseitigkeit seiner Arbeit als Begleiter aufgebaut war, fähig, sich der Stimme jedes Cantaors anzupassen, mit dem er die Bühne teilte.