Musique Espagnole

Gitarristen

Fernando Rodríguez

1959 – heute

Wer ist Fernando Rodríguez?

Fernando Rodríguez Delgado wurde am 20. Juli 1959 in La Puebla de Cazalla (Sevilla) geboren, einem Ort mit starker Flamenco-Tradition, aus dem auch der Cantaor Diego Clavel stammt. Als Payo, der unter seinem eigenen Namen auftritt, zeigte er schon als Kind mehr Neigung zum Cante als zur instrumentalen Zurschaustellung, eine Berufung, die seinen gesamten weiteren Werdegang als Gitarrist bestimmen sollte.

Werdegang

Seine professionelle Laufbahn begann er 1988 an der Seite seines Landsmanns Diego Clavel, mit dem er im selben Jahr sein erstes Album „Mi sentir” aufnahm, unter Mitwirkung des ebenfalls als Gitarrist tätigen Pedro Bacán. Von da an verstand er sich selbst als reinen Begleit-Tocaor, dem mehr daran gelegen war, dem Cante zu dienen, als solistisch zu glänzen – eine Berufung, die ihn auch mit José Menese und Juan Peña „El Lebrijano” zusammenführte, mit dem er im Jahr 2000 gemeinsam mit dem Orquesta Andalusí internationale Tourneen unternahm.

Im Laufe seiner Karriere wirkte er als Begleitgitarrist an zwölf Plattenaufnahmen mit und trat außerdem in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen auf.

Stil und Diskografie

Sein stets auf den Cante ausgerichtetes Spiel hat sich auf Genres wie die Soleares spezialisiert, und seine Diskografie, obwohl fast vollständig als Begleiter entstanden, spiegelt eine Karriere wider, die ganz in den Dienst der Cantaores gestellt wurde, mit denen er gearbeitet hat.

Vermächtnis

Seine Laufbahn wurde mit Auszeichnungen wie dem X. Polvorón Flamenco de Estepa (1998), den goldenen Ehrenzeichen der Peñas von Melilla, Pruna und Osuna sowie dem Madroño Flamenco al Toque im Jahr 2005 gewürdigt. Außerdem gründete er eine Cante-Schule, an der er zwischen 2002 und 2004 mehrere Schüler ausbildete, die später die Lámpara Minera gewinnen sollten, und verband den Gitarrenunterricht stets mit anschaulichen Vorträgen und Einführungskursen in den Flamenco.