Musique Espagnole

Gitarristen

José Antonio Rodríguez

1964 – heute

Wer ist José Antonio Rodríguez?

José Antonio Rodríguez wurde am 28. März 1964 in Córdoba geboren. Als Payo mit klassischer Ausbildung fiel er schon sehr jung auf: 1981 gewann er den ersten Preis für Konzertgitarre beim Festival de Cante de las Minas und im darauffolgenden Jahr den ersten Preis des Concurso Nacional de Jerez. 1984 erwarb er das Diplom als Lehrer für Flamenco-Gitarre am Conservatorio Superior de Córdoba und wurde damit mit nur zwanzig Jahren der jüngste Spaniens, dem dies gelang.

Werdegang

1986 wurde ihm der Premio Nacional Ramón Montoya verliehen, und er wurde Mitglied der Stiftung Live Music Now. Von da an folgte eine intensive Tätigkeit als Komponist für Tanz und Orchester: 1987 wurde „Guajira para Guitarra Flamenca y Orquesta” uraufgeführt, 1988 zeichnete er für die Musik von „Tiempo de Amor y Muerte” mit der Choreografie von Mario Maya verantwortlich, 1990 präsentierte er „Viento de Libertad” mit der Orchestrierung von Joan Albert Amargós, und 1992 komponierte und dirigierte er „Tango” für die Bienal de Sevilla, zudem wirkte er anlässlich der Expo ‘92 an „Sevilla es así” mit. 1994 verfasste er zusammen mit Amargós „Réquiem” für das Ballet Andaluz, 1997 komponierte er „El Jaleo” für das Centro Andaluz de Danza mit der Choreografie von María Pagés, und 2001 wurde „El Guitarrista Azul” uraufgeführt, ein sinfonisches Werk in vier Sätzen mit dem Orchester von Córdoba.

Im Laufe seiner Karriere spielte und nahm er zusammen mit Paco de Lucía, Manolo Sanlúcar, Astor Piazzolla, Chick Corea, John McLaughlin, Al Di Meola, Camarón, Esperanza Fernández, Carmen Linares und Niña Pastori sowie vielen weiteren internationalen Künstlern auf, und 2008 erhielt er den Flamenco-Hoy-Preis für das beste Begleitalbum sowie für den besten Produzenten für „Recuerdos” von Esperanza Fernández. Seit 2001 unterrichtet er in den von Manolo Sanlúcar geleiteten Kursen in Córdoba, die zu den anspruchsvollsten Spaniens zählen.

Stil und Diskografie

Zu seinen bedeutendsten Aufnahmen zählen „Calahorra”, „Callejón de las Flores”, „Manhattan de la Frontera” (1998) und „Vals Flamenco”. Auch im Kino war er tätig und wirkte am Soundtrack von „La Lola se va a los Puertos” (1993) mit sowie in „Flamenco” (1995) von Carlos Saura. Seine internationale Karriere führte ihn in Konzertsäle wie die Athens Concert Hall, das Savoy-Theater in Helsinki oder das Centro Nacional de las Artes in Mexiko.

Vermächtnis

José Antonio Rodríguez ist heute eine Referenz des zeitgenössischen Gitarrenspiels von Córdoba, sowohl durch seine Tätigkeit als Konzertgitarrist und Komponist für Orchester als auch durch seine Begleitarbeit an der Seite einiger der wichtigsten Flamenco-Stimmen der letzten Jahrzehnte.