Manolo de Badajoz
Wer ist Manolo de Badajoz?
Manuel Álvarez Soruve, bekannt als Manolo de Badajoz, wurde 1892 in Badajoz geboren. Er bildete sich in der Nachfolge von Javier Molina und Ramón Montoya aus, zwei der großen Referenzfiguren seiner Generation, von denen er eine Flamenco-Gitarrentechnik übernahm, die er sein ganzes Leben lang mit außergewöhnlicher Hingabe pflegte.
Werdegang
Er wurde zu einem sehr gefragten Begleiter und machte zahllose Aufnahmen mit den bedeutendsten Cantaores seiner Zeit, darunter La Niña de los Peines, Juan Varea, el Gloria, Manolo Caracol, die Niña de la Puebla, José Cepero, Palanca, el Niño del Museo, Bernardo de los Lobitos, Niño Isidro oder sein Landsmann Pepe el Molinero – eine Liste, die eine Vorstellung von seiner ständigen Präsenz im Flamenco seiner Zeit vermittelt. Er entwickelte ein leidenschaftliches Spiel, das stets darauf ausgerichtet war, dem begleiteten Gesang eine lebendige und beschwingte Stütze zu geben, eine Eigenschaft, die weitgehend erklärt, warum seine Gitarre so gefragt war.
Stil und Diskografie
Seine Karriere war zudem eine regelrechte Familiensaga: Seine Brüder Pepe de Badajoz (1896–1970) und Ernesto de Badajoz (1902–1972) waren ebenfalls Gitarristen, ebenso sein Sohn Justo Álvarez Fernández, bekannt als Justo de Badajoz, geboren 1921, der später Meister wie Jacinto Almadén begleitete. Diese familiäre Kontinuität machte den Namen Badajoz über weite Teile des 20. Jahrhunderts zu einer Referenz innerhalb der Flamenco-Begleitgitarre.
Vermächtnis
Er starb 1962 in Madrid. Seine Gestalt und die seiner Familie wurden 2008 von Manuel Iglesias in dem Buch „La barbería de la Sonanta” wiederentdeckt, das Leben und Werk von Manolo de Badajoz nachzeichnet und eine Sammel-CD mit Aufnahmen seiner Interpretationen enthält, als Würdigung des Beitrags der Familie Badajoz zum Flamenco.