Martín Liñán
Wer ist Martín Liñán?
Manuel Martín Liñán wurde 1922 in Quéntar geboren, einem Dorf in der Provinz Granada, gelegen in der Senke zwischen der Sierra Nevada und dem Naturpark Sierra de Huétor, im selben Jahr, in dem in der Stadt der historische Concurso Nacional de Cante Jondo stattfand. Als Payo ohne professionelle Berufung zum Instrument verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Berufen weit ab der Bühne: Er war Konditor, Schlagzeuger in einem Orchester und spielte auch Bandurria, und gründete zudem Bodegas Granadinas, eines der ersten Grillhähnchen-Geschäfte der Stadt.
Werdegang
Obwohl er nie von der Musik lebte, war die Flamenco-Gitarre seine wahre Leidenschaft, und er stellte sie entscheidend in den Dienst der Aficionados von Granada: 1969 war er Mitbegründer und erster Vorsitzender der Peña La Platería, und im Jahr darauf handelte er den Erwerb des Carmen im Albaicín aus, der zu ihrem Sitz werden sollte, wobei er praktisch als Mäzen der Institution auftrat. In den folgenden sechs Jahren, bis 1976, wirkte er als Begleitgitarrist der Peña und spielte für Cantaores wie Cobitos, Manuel Ávila, Agujetas, Fernanda de Utrera, Chocolate, El Gallina oder José Menese.
Vermächtnis
Martín Liñán starb 1980 in Granada, ohne je ein professioneller Gitarrist gewesen zu sein, doch man erinnert sich an ihn als einen der hingebungsvollsten Liebhaber, die das Instrument in der Stadt je hatte, einen Mann, der seine Zeit, sein Geld und seinen Einsatz in den Dienst des Flamenco von Granada und einer seiner liebsten Institutionen stellte, der Peña La Platería.