Musique Espagnole

Gitarristen

Niño Josele

1974 – heute

Niño Josele
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Wer ist Niño Josele?

Juan José Heredia Heredia, Niño Josele, wurde 1974 in Almería geboren, im Schoß einer langen Dynastie von tocaores aus Almería. Sein Vater Josele, ebenfalls ein renommierter Gitarrist, schenkte ihm mit sechs Jahren seine erste Gitarre und markierte damit den Beginn einer Karriere, die ihn sehr bald an die Seite erstrangiger Flamenco-Größen führen sollte.

Werdegang

1996 gewann er den Concurso de Jóvenes Intérpretes der Flamenco-Biennale von Sevilla, nachdem er ein Jahr zuvor mit „Calle Ancha” (1995) sein Plattendebüt gegeben hatte. Seither hat er mit Paco de Lucía, Pepe de Lucía, Tomatito, Duquende, Enrique Morente, Remedios Amaya, Diego El Cigala oder Montse Cortés begleitet und aufgenommen und tourte fünf Jahre lang gemeinsam mit Paco de Lucía, um das Album „Cositas Buenas” vorzustellen. Auch hat er stilistische Grenzen überschritten, gemeinsam mit Chick Corea, Andrés Calamaro, Joan Manuel Serrat, Lenny Kravitz, Alicia Keys oder Elton John.

Stil und Diskografie

Sein sehr rhythmischer und ausdrucksstarker toque öffnete sich früh der Fusion mit dem Jazz, mit dem erklärten Einfluss des Pianisten Bill Evans als Bezugspunkt, den er über Bebo Valdés entdeckte. Seine Diskografie umfasst „Calle Ancha” (1995), „El Sorbo” (2001), „Niño Josele” (2003), „Paz” (2006, eine Hommage an Bill Evans), „La Venta del Alma” (2009), „Española” (2009) und „El Mar de mi Ventana” (2012), dazu 2014 eine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Chano Domínguez. Seine Vielseitigkeit bewegt sich mühelos zwischen bulerías, soleares, tangos, rumbas und rondeñas.

Vermächtnis

Niño Josele ist heute einer der Flamenco-Gitarristen, die am selbstverständlichsten Brücken zum Jazz und zum internationalen Pop geschlagen haben, ohne dabei die von seiner Familie geerbte Wurzel des toque aus Almería aufzugeben.