Paco Cepero

Wer ist Paco Cepero?
Francisco López Cepero García, künstlerisch bekannt als Paco Cepero, wurde am 6. März 1942 in Jerez de la Frontera geboren. Er war Großneffe des Cantaors José Cepero, sodass der Flamenco von Kindheit an zu seinem familiären Umfeld gehörte. Er begann schon als Kind, Gitarre zu spielen, und sammelte seine ersten Erfahrungen bei Festivals und Wohltätigkeitsveranstaltungen seiner Heimatstadt, bevor er den Sprung auf die professionellen Bühnen wagte.
Werdegang
Er bildete sich bei Javier Molina und Rafael del Águila aus, erkannte jedoch selbst stets auch den Einfluss des brasilianischen Gitarristen Baden Powell an, dessen Musik ihn für Klangwelten öffnete, die dem orthodoxeren Flamenco fremd waren. Er debütierte mit gerade einmal sechzehn Jahren im Gran Teatro Falla von Cádiz und wurde ab 1963 Gitarrist von La Paquera de Jerez, mit der er ganz Spanien bereiste. Er war zudem im Madrider Tablao Los Canasteros tätig und begann ab 1970 eine intensive internationale Tätigkeit, die ihn als Konzertgitarrist auf Bühnen in Europa, Amerika und Asien führte. Über Jahrzehnte war er der wichtigste Begleiter von El Lebrijano und komponierte Cantes für El Chiquetete, neben regelmäßigen Mitwirkungen bei den großen andalusischen Festivals.
Stil und Diskografie
Aus dieser Mischung aus jerezanischer Wurzel und Neugier auf lateinamerikanische Klangwelten entstand ein taktfestes Spiel von seltener Brillanz, mit virtuoser und sauberer Technik. Nach einer langen Pause von fünfundzwanzig Jahren ohne Soloaufnahmen veröffentlichte er “De Pura Cepa” (2000) und 2007 “Abolengo”, ein Album mit elf Titeln, mit dem er sein fünfzigjähriges Bühnenjubiläum feierte.
Vermächtnis
Seine Laufbahn wurde mit Auszeichnungen wie dem Nationalen Preis für Flamenco-Gitarre der Cátedra de Flamencología von Jerez, dem Begleitpreis Manolo de Huelva, dem Concurso Nacional de Arte Flamenco von Córdoba, El Yunque der Tertulia Flamenca von Ceuta, dem Castillete von La Unión, der Copa Jerez, dem Premio Ciudad de Jerez sowie 2014 der Auszeichnung Compás del Cante gewürdigt – ein Palmarès, das eine der längsten und solidesten Laufbahnen der zeitgenössischen Gitarre von Jerez bestätigt.