Musique Espagnole

Gitarristen

Raimundo Amador

1959 – heute

Raimundo Amador
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Wer ist Raimundo Amador?

Raimundo Amador Fernández wurde je nach Quelle zwischen 1959 und 1960 in Sevilla geboren und wuchs im Stadtviertel Las Tres Mil Viviendas auf, in einer Gitano-Familie mit einer langen Musikertradition. Sein Vater brachte ihm mit zwölf Jahren das Gitarrespielen bei, und schon in jungen Jahren verdiente er sich seinen Lebensunterhalt, indem er gegen Geld oder Essen auf den Straßen Sevillas spielte – eine Lehrzeit auf der Straße, die seine freie Art, das Instrument zu verstehen, für immer prägte.

Werdegang

Im sevillanischen Tablao Los Gitanillos lernte er Camarón de la Isla und Paco de Lucía kennen, mit denen er kurz darauf beim Album “La Leyenda del Tiempo” zusammenarbeitete, einem der revolutionärsten Alben des zeitgenössischen Flamenco. 1977 gründete er zusammen mit Kiko Veneno die Gruppe Veneno, die den Keim für einen Großteil der andalusischen Musik der folgenden Jahre legte, und beteiligte sich später am Projekt Arrajatabla.

1981 gründete er mit seinem Bruder Rafael die Gruppe Pata Negra, mit der er den Flamenco bewusst von der Orthodoxie entfernt in Richtung Blues und Rock führte, auf der Suche nach einem eigenen, eklektischen Klang, der die Band zu einer unumgänglichen Referenz der spanischen Popularmusik machte. Seit 1995 verfolgt er eine Solokarriere, in der er Bühne und Studio mit Andrés Calamaro, B.B. King, Remedios Amaya, Tomatito, Antonio Carmona, Rosendo und Björk teilte.

Stil und Diskografie

Sein Werk ist geprägt von der ständigen Verschmelzung von Flamenco und Blues, ein Terrain, auf dem er das Etikett des “reinen” Flamenco stets offen abgelehnt hat. Zu seinen Soloalben zählen “Gerundina” (1995) mit Beiträgen von Calamaro und B.B. King, “En la esquina de las Vegas” (1997), “Noche de flamenco y blues” (1998), “Isla Menor” (2003) und “Mundo Amador” (2005), gefolgt später von “Medio hombre, medio guitarra”, mit so populären Liedern wie “Blues de la frontera” oder “Un okupa en tu corazón”.

Vermächtnis

Raimundo Amador ist, zusammen mit seinem Bruder Rafael, einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass Blues und Rock Eingang in den Wortschatz des spanischen Flamenco fanden, und öffnete damit einen Weg der Fusion, dem später viele andere andalusische Musiker folgten.