Musique Espagnole

Gitarristen

Serranito

1942 – heute

Wer ist Serranito?

Víctor Monge Serrano, “Serranito”, wurde 1942 in Madrid geboren und begann mit acht Jahren, mit den ersten von seinem Vater vermittelten Grundlagen, Gitarre zu spielen. Zusammen mit seinem älteren Bruder gründete er das Trio “Los Serranos”, woher sein Künstlername als Verkleinerungsform des Jüngsten der Gruppe stammt, und trat mit gerade einmal zwölf Jahren in die Welt der Berufsmusiker ein.

Werdegang

Bereits Ende der sechziger Jahre als Konzertgitarrist etabliert, vermittelte ihm 1970 der Gitarrenbauer José Ramírez eine Begegnung mit Andrés Segovia, der ihm nach seinem Debüt in der Queen Elizabeth Hall in London eine schriftliche Lobeskritik widmete. Kurz darauf, bereits erwachsen, studierte er bei Meister Narciso Yepes, was jene Mischung aus klassischer Strenge und flamenco Wurzel teilweise erklärt, die seinen Anschlag kennzeichnet. Seine Karriere ist von zahlreichen Meilensteinen geprägt: 1971 gewann er in Córdoba den Nationalen Gitarrenpreis “Ramón Montoya”, 1978 erhielt er den Lehrstuhl für Flamenco von Jerez de la Frontera, und 1982 brachte er im Teatro Real in Madrid sein Konzert für Gitarre und Orchester “Andaluz Sinfónico” zur Uraufführung. Er hat seine Musik nach Indien, in den Nahen Osten, nach Osteuropa und Amerika getragen und damit eine internationale Laufbahn gefestigt, die unter Flamenco-Gitarristen seiner Generation eher selten ist.

Stil und Diskografie

Sein komplexer und äußerst durchdachter Anschlag ist eines der deutlichsten Beispiele für die Verschmelzung von klassischer Technik und flamenco Ausdrucksweise. Er hat rund zwanzig Alben aufgenommen, darunter “Sueños de Ida y Vuelta” zusammen mit der Camerata Romeu, 2003 für den Latin Grammy nominiert, sowie eigene Kompositionen für Konzert wie “Ecos del Guadalquivir” (1997) und “Mi sonido y el tiempo” (1998-1999).

Vermächtnis

1997 verlieh ihm die Stadt Madrid die Goldmedaille für künstlerisches Verdienst, und er erhielt weiterhin Auszeichnungen wie den Preis “Tío Luis el de la Juliana” 2005 oder die Ehrung “Calle de Alcalá” 2007 für seine mit Madrid verbundene Laufbahn. Er bleibt eine unumgängliche Referenz, um den klassischeren und sinfonischen Weg der Flamenco-Gitarre zu verstehen.