Musique Espagnole

Gitarristen

Vicente Coves

1982 – heute

Wer ist Vicente Coves?

Vicente Coves Merino wurde 1982 in Linares (Jaén) geboren. Als Payo mit klassischer Ausbildung begann er das Musikstudium zusammen mit seinem Bruder, dem Pianisten Manuel J. Coves, der ihm die ersten Lektionen erteilte, und trat schon mit elf Jahren als Solist und in Instrumentalformationen auf. 1997 wurde er Schüler von Pepe Romero, einem der großen klassischen Gitarristen der Welt, ein Bezugspunkt, der seine Ausbildung mit flamenco Wurzeln prägen sollte.

Werdegang

2002 nahm er “Al Maestro, a ‘La Guitarra’” auf, eine Hommage an Celedonio Romero, und war Hauptfigur einer DVD-Produktion, die in den arabischen Bädern von El Bañuelo in Granada gedreht wurde. 2003 trat er beim Internationalen Gitarrenfestival von Granada gemeinsam mit Pepe Romero auf und wurde Mitglied der Libertango Camerata, einer Formation, mit der er das Repertoire Astor Piazzollas in Projekten wie der Oper “María de Buenos Aires” erkundete. 2004, mit gerade einmal zweiundzwanzig Jahren, trat er vor 2.400 Zuschauern im Auditorio Nacional de Madrid gemeinsam mit dem Orquesta de la Comunidad de Madrid auf und erhielt einen außergewöhnlichen Beifall, der live von Radio Nacional de España übertragen wurde; im selben Jahr nahm er an der Bienal de Flamenco de Sevilla teil und erhielt den zweiten Preis beim Internationalen Andrés-Segovia-Gitarrenwettbewerb, der ausgerechnet in seiner Heimatstadt Linares stattfand.

Stil und Diskografie

Er hat für Canal Sur Televisión, Radio Nacional de España, Radio Nacional Argentina und BMG-Ariola aufgenommen und die Bühne mit Künstlern wie der Sopranistin María Rey-Joly und dem Cantaor Enrique Morente geteilt, mit dem er bei einer Musikpreisgala für lateinamerikanische Musikprojekte auftrat. Sein Repertoire verbindet die Strenge der klassischen Gitarre mit Ausflügen in den Tango und die Flamenco-Musik.

Vermächtnis

Mit einer internationalen Laufbahn, die schon sehr früh begann, steht Vicente Coves für eine Generation klassisch ausgebildeter Gitarristen, die, ohne diese Wurzel aufzugeben, Brücken zu anderen Repertoires wie dem Tango Piazzollas zu schlagen wussten und damit das traditionelle Terrain des spanischen Gitarrenkonzerts erweiterten.