Musique Espagnole

José Luis Perales

Ballade, Canción melódica · 1970er – heute

José Luis Perales
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Wer ist José Luis Perales?

José Luis Perales (Castejón, Cuenca, 18. Januar 1945) ist ein spanischer Liedermacher für Balladen und melodische Lieder. Als Kind lernte er Musiktheorie und spielte bereits mit sechs Jahren Laute. Mit sechzehn erhielt er ein Stipendium, um Elektrotechnik an der Universidad Laboral in Sevilla zu studieren, wo ihm eine Gruppe von Kommilitonen die ersten Gitarrenakkorde beibrachte – das Instrument, mit dem er den Rest seiner Karriere komponieren sollte.

Nach dem Studium ließ er sich in Madrid nieder, wo er seine Arbeit als Elektriker mit dem Komponieren von Liedern verband, darunter „Niebla”, eine seiner ersten Melodien. Die Begegnung 1970 mit dem Produzenten Rafael Trabucchelli markierte einen Wendepunkt: Obwohl Perales sich aus Zurückhaltung und wegen seiner Priorität für das Familienleben dagegen sträubte, selbst zu singen, überzeugte Trabucchelli ihn, den Schritt auf die Bühne zu wagen.

Werdegang

Sein erster großer Erfolg als Komponist kam mit „¿Por qué te vas?”, interpretiert von Jeanette, das sich in einem einzigen Jahr weltweit vier Millionen Mal verkaufte und das Carlos Saura in den Film „Cría cuervos” aufnahm. Als Interpret enthielt sein erstes Album (1973-74) „Celos de mi guitarra”, ein Lied, das ihm 1974 seine erste Goldene Schallplatte in Argentinien einbrachte und sowohl in Spanien als auch in Lateinamerika ein Erfolg wurde.

Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg veröffentlichte er 27 Alben und registrierte mehr als 450 Lieder bei der spanischen Verwertungsgesellschaft SGAE, mit mehr als 50 Millionen verkauften Exemplaren und über hundert Gold- und Platin-Auszeichnungen. Zudem schrieb er für Künstler wie Isabel Pantoja, Raphael, Miguel Bosé, Julio Iglesias, Rocío Jurado, Jeanette oder Paloma San Basilio. „¿Por qué te vas?” wurde von mehr als vierzig Künstlern gecovert und verkaufte sich allein in Deutschland und Österreich über sechs Millionen Mal.

Wichtige Diskografie

Zu seinen internationalen Auszeichnungen zählen eine Grammy-Nominierung für das beste lateinamerikanische Album mit „Sueño de libertad” (1988) und eine Latin-Grammy-Nominierung für das beste Liedermacher-Album mit „Navegando por ti” (2006). 2008 nahm er im Teatro Gran Rex in Buenos Aires das Live-Doppelalbum „En vivo. 35 años” auf, eine Zusammenstellung von 21 Liedern aus seinem Repertoire, für die er 2009 eine weitere Goldene Schallplatte erhielt.

Privatleben

Perales ist seit mehr als drei Jahrzehnten mit Manuela verheiratet, der er einen großen Teil seiner persönlichen Stabilität zuschreibt, und hat zwei Kinder, Pablo und María. Er teilt sein Leben zwischen Madrid und seinem Heimatort Castejón, wohin er sich oft zum Komponieren zurückzieht. Getreu seinem sozialen Engagement überlässt er die Rechte an einem Lied pro Album der Organisation Aldeas Infantiles SOS.