Musique Espagnole

María Jiménez

Copla, Flamenco, Nuevo Flamenco · 1976 – 2002

María Jiménez
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Wer ist María Jiménez?

María Jiménez Gallego wurde am 3. Februar 1950 im Sevillaner Stadtviertel Triana geboren. Kaum der Jugend entwachsen, machte sie ihre ersten künstlerischen Schritte in Tablaos wie Las Brujas, wo ihre überschwängliche Sinnlichkeit ihr den Spitznamen „La Pipa” einbrachte – ein Beiname, der ihre erste Single nicht überlebte. Diese erste Platte blieb zwar ohne großen kommerziellen Erfolg, verschaffte ihr aber den Einstieg in die Plattenindustrie.

Werdegang

Der Produzent Gonzalo García Pelayo, der damals über sein Label Gong den Flamenco erneuern wollte, entdeckte sie und machte sie zum Aushängeschild eines neu interpretierten Folklorestils, der die Copla einem neuen Publikum näherbrachte. Ihr erstes Album erschien 1976 mit Arrangements des Gitarristen Paco Cepero und verband Rumbas, Tangos und Bulerías mit Boleros, Rancheras und Liedern von Autoren wie Silvio Rodríguez, Lolita de la Colina oder Amancio Prada. Dieser Erfolg hielt rund ein Jahrzehnt an, in dem sie Alben wie “Sensación” veröffentlichte, mit Arrangements von Gualberto, aus dem einer ihrer denkwürdigsten Songs stammt, “Háblame en la cama”, aufgenommen 1981.

Nach dieser goldenen Phase folgten einige Comeback-Versuche mit begrenztem Erfolg, produziert von Manuel de la Calva vom Duo Dúo Dinámico. Ihre endgültige Rückkehr gelang im Jahr 2000, als das Label Fonomusic die Doppelkompilation “40 canciones” veröffentlichte, die ihre Popularität sowohl beim jüngeren Publikum als auch bei der Kritik erneuerte, unter anderem dank einer Zusammenarbeit mit der Band La Cabra Mecánica. Dieser Schwung mündete 2002 in das Album “Donde más duele”, auf dem sie Lieder von Joaquín Sabina als Rumbas und Bulerías interpretierte.

Vermächtnis

Mit einer Karriere, die von der Verschmelzung traditioneller Copla mit moderneren Klängen geprägt ist, etablierte sich María Jiménez als eine der eigenständigsten Stimmen des andalusischen Liedes im späten 20. Jahrhundert, die Generationen und sehr unterschiedliche Publikumsschichten miteinander verbinden konnte.