Massiel

Wer ist Massiel?
María Félix de los Ángeles Santamaría Espinosa, künstlerisch bekannt als Massiel, wurde am 2. August 1947 in Madrid geboren. Sie war die Tochter des Musikpromoters Emilio Santamaría, der von einer bescheidenen Madrider Agentur aus die Karrieren von Künstlern wie Los Brincos, Karina und Miguel Ríos leitete. Ihr öffentliches Debüt gab sie 1966 in Madrid mit „Di que no“, das als eines der ersten Protestlieder des spanischen Pop gilt; im selben Jahr trat sie bei Festivals wie dem Rosenfestival in Rimini und dem Festival von Viña del Mar in Chile auf.
Werdegang
1967 spielte sie in ihren ersten Filmen und landete mit „Rosas en el mar“, geschrieben von Luis Eduardo Aute, einen großen Erfolg in Spanien und Lateinamerika. Weltberühmt wurde sie jedoch 1968, als sie mit „La, la, la“, komponiert vom Dúo Dinámico, den Eurovision Song Contest in der Royal Albert Hall in London gewann. Ihr Sieg kam überraschend, da sie den Favoriten, den Briten Cliff Richard, hinter sich ließ. Ursprünglich sollte das Lied von Joan Manuel Serrat gesungen werden, der sich vom Wettbewerb zurückzog, weil er es nicht auf Katalanisch vortragen durfte; Massiel übernahm daraufhin den Titel mit nur neun Tagen Vorbereitungszeit. Jahre später, 2008, flammte die Kontroverse um eine angebliche Stimmenmanipulation durch das Franco-Regime wieder auf – ein Vorwurf, den die Sängerin stets zurückgewiesen hat.
Wichtige Diskografie
Neben „La, la, la“ und „Rosas en el mar“ umfasst ihr Repertoire Titel wie „Rufo el pescador“ und „Aleluya“. Zwischen 1966 und 1975 nahm sie für die Labels Novola, Explosión und Ariola auf und war parallel dazu im Film und Theater aktiv; 1980 feierte sie am Römischen Theater von Mérida einen Erfolg mit Shakespeares „Antonius und Cleopatra“.
Vermächtnis
Nach ihrem Eurovisionssieg wurde Massiel zu einer international bekannten Künstlerin mit jahrzehntelanger Präsenz in Film, Theater und Fernsehen. Sie bleibt, gemeinsam mit Salomé, eine von nur zwei spanischen Vertreterinnen, die je den Eurovision Song Contest gewonnen haben.