Musique Espagnole

Miguel Poveda

Flamenco, Copla · 1993 – heute

Miguel Poveda
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Wer ist Miguel Poveda?

Miguel Poveda Piqué (Barcelona, 1973) ist ein katalanischer Cantaor, Sohn andalusischer Eltern, der sich zu einer der respektiertesten Stimmen des zeitgenössischen Flamenco entwickelt hat. Seine katalanische Herkunft, ungewöhnlich in einer so eng mit Andalusien verbundenen Kunstform, hinderte ihn nicht daran, sich seit seiner Kindheit in den Flamenco-Peñas von Badalona und Barcelona auszubilden, wo er den traditionellen Cante von Kennern und lokalen Meistern lernte.

Schon sehr jung zeigte er eine gesangliche Beherrschung und eine Kenntnis der verschiedenen Flamenco-Stile, die durch ihre Strenge überraschte, was ihm den Respekt einer Welt einbrachte, des Cante Jondo, die traditionell jenen vorbehalten war, die in Andalusien aufgewachsen waren.

Werdegang

Sein Name machte sich Mitte der 90er Jahre stark bemerkbar, nachdem er sich bei mehreren Flamenco-Wettbewerben hervorgetan hatte, und bestätigte sich mit dem Album „Viento del este” (1998), das ihn als eine der vielversprechendsten jungen Stimmen des Genres positionierte. Von da an wechselte er zwischen orthodoxen Flamenco-Alben und Ausflügen in die Copla, ein Terrain, das er als legitimen Teil der spanischen Gesangstradition gegen bestimmte Vorurteile der Flamenco-Szene verteidigte.

In den folgenden zwei Jahrzehnten hat er mit Größen aus verschiedenen musikalischen Bereichen zusammengearbeitet, Theater wie das Liceo in Barcelona gefüllt und seinen Cante auf internationale Bühnen gebracht, wobei er stets fest im reinsten Flamenco verwurzelt blieb, selbst wenn er andere Repertoires erforschte.

Wichtigste Diskografie

Zu seinen gefeiertsten Werken zählen „Suena flamenco” (2005), „Coplas del querer” (2009), gewidmet dem spanischen Lied, und „ArteSano” (2012), mit dem er bemerkenswerte kritische Anerkennung erlangte. Seine Diskografie umfasst auch zahlreiche Live-Alben, die seine Stärke als Live-Interpret widerspiegeln.

Vermächtnis

Poveda hat mehrere Musikpreise erhalten und wurde mit der Goldmedaille für Verdienste um die Schönen Künste ausgezeichnet, Anerkennungen, die seine Rolle als einer der großen Erneuerer des Flamenco-Cante bestätigen, ohne dabei seine Orthodoxie zu verraten. Seine Laufbahn beweist, dass der Flamenco, weit davon entfernt, eine geschlossene Kunstform zu sein, sich von Stimmen nähren kann, die von außerhalb seiner traditionellen Gebiete kommen.