Mikaela
Wer ist Mikaela?
Micaela Rodríguez, künstlerisch bekannt als Mikaela, wurde 1935 in Sevilla geboren, im Stadtviertel Triana, der Wiege von Cante-Figuren wie La Niña de los Peines, Gitanillo de Triana, Carmen Florido, Gracia de Triana oder Matilde Coral. Sie wuchs in diesem Umfeld auf und näherte sich fast unbemerkt der Welt des Gesangs und Tanzes, ausgebildet an den Sevillaner Akademien von Eloísa Albéniz und Adelita Domingo, mit denen sie bei ihren ersten Auftritten durch Andalusien reiste.
Werdegang
Nach ihren Anfängen im andalusischen Lied zog Mikaela nach Madrid, wo sie zweiunddreißig Wochen ununterbrochen in der beliebten Radiosendung “Cabalgata Fin de Semana” auftrat und damit alle Bestwerte brach. Sie nahm ihre ersten Platten mit Liedern wie “Y la luna me engañó”, “Sierra de luna” oder “Qué son los celos” auf und festigte ihren Ruhm mit dem Musical “El proceso del cuplé” im Madrider Teatro Goya, wo sie bereits unter dem Künstlernamen Mikaela auftrat.
Ihre Karriere umfasste auch eine bedeutende Filmphase, in der sie ihre Rolle als Schauspielerin mit der als Sängerin verband, unter anderem in “La rosa roja” (1960, Regie Carlos Serrano de Osma), “La reina del Tabarín” (1960), “Vampiresas 1930” (1961, von Jesús Franco), “Las tres espadas del Zorro” (1962), “Gringo” (1963, von Ricardo Blasco) und “Agente 077, Dall’Oriente con furore” (1965). Sie arbeitete zudem mit dem italienischen Regisseur Mauro Bolognini in “Mademoiselle de Maupin” (1965). Ihre Popularität führte sie sogar bis zum Teatro Chino in Mexiko-Stadt.
Auszeichnungen
Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie Ehrungen wie die Popularitätsmedaille des New Yorker Fernsehens, den Titel Künstlerin des Jahres der Zeitung Pueblo, den Titel Adoptivtochter Puerto Ricos sowie die Berg-Zion-Medaille in Tel Aviv. 1957 nahm sie eine Sammlung von zwölf klassischen Liedern auf, die ihre andalusischen Wurzeln bekräftigten und ihre bemerkenswerte Beherrschung von Stilen wie dem Pasodoble zeigten.