Musique Espagnole

Nino Bravo

Melodischer Pop, Ballade · 1968 – 1973

Nino Bravo
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Wer ist Nino Bravo?

Luis Manuel Ferri Llopis, künstlerisch bekannt als Nino Bravo, wurde am 3. August 1944 in der valencianischen Ortschaft Aielo de Malferit geboren und starb am 16. April 1973 im Alter von nur 28 Jahren bei einem Autounfall in der Nähe von Villarrubio (Cuenca). Seine Familie zog schon in seiner frühen Kindheit nach Valencia, und als Jugendlicher begann er eine Lehre als Juwelier und Diamantschleifer im Geschäft Casa Amat, während er in seiner Freizeit seiner wahren Leidenschaft nachging: der Musik. Er sang in Straßenmusikgruppen seines Viertels, unter anderem mit seinem Freund Vicente López, der später Bassist seiner Band wurde.

Werdegang

Seine ersten Gruppen waren Los Hispánicos und später Los Supersónicos, mit denen er in den Sommern in Benidorm auftrat, bevor er seine Musikkarriere für den Pflichtwehrdienst bei der Marine in Cartagena unterbrechen musste. Zurück in Valencia gab ihm ein lokaler Medienchef den Künstlernamen Nino Bravo, unter dem er, nachdem RCA ihn abgelehnt hatte, einen Vertrag beim Label Fonogram unterschrieb. Seine 1969 veröffentlichte erste Single verkaufte sich kaum, doch 1970 kam die Wende mit „Te quiero, te quiero“, komponiert von Augusto Algueró, das zu einem riesigen Erfolg wurde und ihn in Spanien und Lateinamerika berühmt machte.

Von da an folgten Alben und Tourneen durch Europa und Amerika: 1972 veröffentlichte er „Un beso y una flor“ und „Mi tierra“, die ihn als eine der populärsten Stimmen jener Zeit etablierten, sowohl in Spanien als auch in weiten Teilen Südamerikas. Am 16. April 1973, auf einer beruflich bedingten Fahrt von Valencia nach Madrid, starb er bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Villarrubio. Wenige Monate später wurde seine zweite Tochter, Eva María, geboren, die ihn nie kennenlernen sollte.

Wichtige Diskografie

Zu seinen bekanntesten Liedern zählen „Te quiero, te quiero“, „Un beso y una flor“, „Libre“ und vor allem „América, América“, enthalten auf dem posthum veröffentlichten Album „…Y volveré“, das zu einer regelrechten Hymne für seine Fans auf beiden Seiten des Atlantiks wurde. 1995 belebte ein Album mit virtuellen Duetten anlässlich seines Geburtstagsjubiläums seine Popularität neu und verkaufte sich über eine Million Mal.

Vermächtnis

Trotz einer nur knapp fünf Jahre währenden Karriere hinterließ Nino Bravo ein Erbe an Liedern, die auch Jahrzehnte später noch gespielt werden und berühren. Ihm zu Ehren wurden in seinem Geburtsort Aielo de Malferit ein Museum sowie mehrere Denkmäler errichtet, darunter eines am Unfallort, und sein Name bleibt Synonym für eine der kraftvollsten und beliebtesten Stimmen der spanischen Musik des 20. Jahrhunderts.