Musique Espagnole

Paquita Rico

Copla · 1948 – 2017

Paquita Rico
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Wer ist Paquita Rico?

Francisca Rico Martínez (Sevilla, 13. Oktober 1929 – Sevilla, 9. Juli 2017), künstlerisch bekannt als Paquita Rico, war eine Copla-Sängerin und Filmschauspielerin, einer der großen Stars der spanischen Folklorekunst des 20. Jahrhunderts. Geboren im Corral de la Perla im Sevillaner Viertel Triana als Tochter einer Fischhändlerin, ließ sie sich schon früh an der Akademie von Adelita Domingo und in der Compañía von Pepe Pinto ausbilden. Nachdem sie einen Radiowettbewerb gewonnen hatte, debütierte sie noch als Teenager im Ballet Español des Marqués de Montemar, wo sie Carmen Sevilla und Ana Esmeralda kennenlernte, mit denen sie zeitlebens eng befreundet blieb.

Werdegang

Sie wurde vom Regisseur Florián Rey entdeckt, der ihr 1948 mit „Brindis a Manolete“ ihr Filmdebüt verschaffte, das ihr sofortige Popularität einbrachte. Von da an verband sie ihre Karriere als Folkloresängerin mit zahlreichen Filmen: „Debla, la virgen gitana“ (1951), ausgewählt für die Filmfestspiele von Cannes; „Malvaloca“ (1954); „Suspiros de Triana“; oder „Curra Veleta“. Ihren großen Höhepunkt erreichte sie 1958, als sie in „¿Dónde vas, Alfonso XII?“ des argentinischen Regisseurs Luis César Amadori an der Seite von Vicente Parra die Königin María de las Mercedes de Orleans, erste Ehefrau von Alfonso XII., verkörperte. 1962 spielte sie in „El balcón de la luna“ gemeinsam mit ihren Freundinnen Lola Flores und Carmen Sevilla, einem der einprägsamsten spanischen Filme jener Zeit. Zu den Liedern, die das Publikum stets mit ihrer Stimme verband, gehören „El beso“ und „Adiós, marinero“.

Privatleben

Von 1960 bis 1965 war sie mit dem Stierkämpfer Juan Ordóñez verheiratet, dessen Suizid eines der schmerzlichsten Kapitel ihres Lebens markierte; später fand sie an der Seite des kanarischen Geschäftsmanns Guillermo Arocha neues Glück. Als Anhängerin der Esperanza de Triana nannte sie stets Pastora Imperio, Estrellita Castro und Imperio Argentina als ihre großen künstlerischen Vorbilder. 2010 widmete ihr die Stadt Sevilla eine Gedenkkachel in der Calle Fabié in ihrem Heimatviertel Triana.

Vermächtnis

Paquita Rico starb am 9. Juli 2017 im Alter von 87 Jahren im Hospital Infanta Luisa in Sevilla, nach einem Leben, das gleichermaßen dem Film und der Copla gewidmet war. Ihr Name bleibt mit einigen der beliebtesten Titel des spanischen Folklorekinos verbunden und wird in ihrer Heimatstadt Sevilla bis heute mit Zuneigung erinnert.