Musique Espagnole

Parrita

Flamenco, Rumba · 1982 – heute

Wer ist Parrita?

Vicente Castro, künstlerisch bekannt als Parrita, wurde 1941 im Valencianer Stadtviertel Nazaret geboren, als Mitglied einer Roma-Familie von Korbflechtern („canastera“). In den Fußstapfen seines älteren Bruders El Peti, Gewinner des Festival de Cante de las Minas, begann er schon sehr jung mit dem Gesang und verdiente bereits mit 16 Jahren seinen Lebensunterhalt als Künstler.

Werdegang

Sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm 1982 mit einer eigenen Version eines Klassikers der Liedermacherin Cecilia, mit dem er das erste von mehr als einem Dutzend Alben eröffnete. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit bedeutenden Musikern zusammen, darunter Paco de Lucía beim Titel „Quita el sentío“, Tomatito bei „Canastero“, Carles Benavent und Kitflus bei „Gypsy baladas“ sowie Joan Albert Amargós bei „Entre la espada y la pared“.

Ein Teil seiner frühesten Aufnahmen ging verloren, da die Plattenfirmen der damaligen Zeit sie nicht ausreichend unterstützten. 1998 beschloss er, seine Vertragsfreiheit zu beantragen, um bei einem Major-Label unterschreiben zu können — ein Vorgang, der ihm zunächst verwehrt, schließlich aber gewährt wurde und einen Wendepunkt seiner Karriere markierte.

Wichtige Diskografie

Sein Repertoire aus Flamenco-Rumba, das eigene Kompositionen mit Kollaborationen führender Namen des zeitgenössischen Flamenco verbindet, machte ihn zu einer der erkennbaren Stimmen des Genres aus der valencianischen Roma-Korbflechter-Gemeinschaft.