Pedro Guerra
Wer ist Pedro Guerra?
Pedro Manuel Guerra Mansito (Güímar, Teneriffa, Kanarische Inseln, 2. Juni 1966) ist ein spanischer Liedermacher, Sohn von Pedro Guerra Cabrera, dem ersten Präsidenten des Parlaments der Kanarischen Inseln. Er studierte Gitarre und Musiktheorie am Conservatorio Superior de Música de Tenerife und verband seine Ausbildung schon in jungen Jahren mit ersten Auftritten bei Volksfesten der Insel, wobei er sich sogar die Bühne mit kanarischen Gruppen wie Taburiente und Los Sabandeños sowie mit dem Liedermacher Luis Eduardo Aute teilte.
Mit achtzehn Jahren zog er in die Universitätsstadt La Laguna, wo er andere kanarische Songwriter und Interpreten kennenlernte, darunter Andrés Molina, Rogelio Botanz und Marisa Delgado, mit denen er 1985 die Gruppe Taller Canario de Canción gründete.
Werdegang
Mit Taller wurde Pedro Guerra zu einer der prägenden Figuren der neuen Generation der Nueva Canción Canaria, einer Bewegung, die von sozialem Engagement und der Verschmelzung kanarischer Folklore mit modernen, lateinamerikanischen und nordafrikanischen Klängen geprägt war. Die Gruppe nahm in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren mehrere Alben auf, mit gelegentlichen Kollaborationen von Künstlern wie Silvio Rodríguez und Joaquín Sabina.
1993 zog er nach Madrid, um seine Solokarriere zu starten, trat in Sälen wie Libertad 8 und dem Teatro Alfil auf und arbeitete als Musiker und Komponist mit Künstlern wie Ana Belén, Víctor Manuel, Joaquín Sabina, Marta Sánchez und Paloma San Basilio zusammen. Sein erstes Soloalbum, “Golosinas” (1995), live aufgenommen, enthielt “Contamíname”, ein ursprünglich für Ana Belén geschriebenes Lied, das zu einem seiner bekanntesten Stücke werden sollte. Mit seinem zweiten Album erreichte er dank “Tan cerca de mí” (1997) großen Radioerfolg. Es folgten Werke wie “Mararía” (1998), ein Filmsoundtrack, für den er für einen Akademiepreis nominiert und von SGAE und AIE ausgezeichnet wurde, “Raíz” (1999), das zu kanarischen Klängen zurückkehrte, “Ofrenda” (2001), “Hijas de Eva” (2002) mit Silvio Rodríguez und Fito Páez, “La palabra en el aire” (2003), aufgenommen mit dem Dichter Ángel González, “Bolsillos” (2004) und “Vidas” (2008). 2010 veröffentlichte er “Contigo en la distancia” (Versiones Vol. 2), den zweiten Teil eines mit “Alma mía” (Versiones Vol. 1) begonnenen Coverprojekts zu Tango, Bolero, Ranchera und Copla.
Wichtige Diskografie
Sein Katalog verbindet sozial engagierten Liedermacher-Gesang — darunter ein 2001 im Auditorio Alfredo Kraus in Las Palmas uraufgeführtes Werk über die Diskriminierung von Frauen — mit Projekten kanarischer Wurzeln und Hommagen an das populäre lateinamerikanische und spanische Repertoire. “Contamíname” bleibt sein bekanntestes Lied, ein Symbol kultureller Vermischung, das seinem gesamten musikalischen Ansatz den Namen gibt.