Musique Espagnole

Rosendo

Rock · 1977 – heute

Wer ist Rosendo?

Rosendo Mercado Ruiz, künstlerisch bekannt als Rosendo, ist ein Rocksänger und Gitarrist, geboren am 23. Februar 1954 in Madrid und aufgewachsen im Stadtteil Carabanchel. Er bildete sich zunächst zum Ingenieur aus, bevor er sich ganz der Musik widmete, und wurde ab Mitte der 1970er Jahre zu einem der einflussreichsten Gitarristen des spanischen Urban Rock, geprägt von britischen und US-amerikanischen Bands wie Rory Gallagher, Deep Purple und Black Sabbath.

Werdegang

1977 gründete er Leño, eine Band, in der er neben der Gitarre auch den Gesang übernahm, gemeinsam mit Chiqui Mariscal und Ramiro Peñas. Die Gruppe veröffentlichte 1979 ihr gleichnamiges Album, gefolgt von „Más madera“ (1980) und „En vivo“ (1981), einem Album, das „Maneras de vivir“ enthält, einen der bekanntesten Songs des spanischen Rock. Leño löste sich 1983 auf dem Höhepunkt des Erfolgs auf, nach der Teilnahme an der von Miguel Ríos organisierten Tournee „Rock de una noche de verano“.

Rosendo startete daraufhin seine Solokarriere mit „Loco por incordiar“ (1985), seinem kommerziell erfolgreichsten Album, gefolgt von Platten wie „A las lombrices“ (1987) und „Jugar al gua“ (1988). In den 1990er Jahren unterschrieb er beim Label DRO, mit dem er Alben wie „La tortuga“ (1992) und „Para mal o para bien“ (1994) veröffentlichte. 2006 erhielt er die Goldmedaille für Verdienste um die Schönen Künste, und 2010 wurde sein Album „A veces cuesta llegar al estribillo“ als bestes Rockalbum des Jahres ausgezeichnet.

Wichtige Diskografie

Zu seinen bekanntesten Liedern zählen „Maneras de vivir“, „Agradecido“, „Flores en la azotea“ und „Madre“ – Hymnen, die einen Großteil des Sounds des spanischen Urban Rock von den späten 1970er Jahren bis heute geprägt haben. 2008 ging er gemeinsam mit Barricada und Aurora Beltrán auf die Tournee „Otra noche sin dormir“, die monatelang durch Spanien führte und in der Stierkampfarena Las Ventas in Madrid endete.

Vermächtnis

Mit mehr als vier Jahrzehnten Karriere zwischen Leño und seinem Soloweg gilt Rosendo als eine der zentralen Figuren des spanischen Rock, bewundert sowohl für sein Gitarrenspiel als auch für seine direkten Texte, die eng mit dem Leben in Madrider Arbeitervierteln verbunden sind.