Musique Espagnole

Vetusta Morla

Indie-Rock, Alternative Rock · 1998 – heute

Vetusta Morla
Wikimedia Commons

Wer ist Vetusta Morla?

Vetusta Morla ist eine Alternative-Rock-Gruppe, gegründet in Tres Cantos (Madrid) von einer Gruppe Freunde, die seit Ende der 90er Jahre zusammen spielten, auch wenn sie ihren endgültigen Namen, entlehnt einer fiktiven Stadt aus dem Roman „La Regenta” von Clarín, erst Mitte der 2000er annahm. Die Band besteht aus Pucho (Gesang), Guillermo Galván und David „El Indio” García (Gitarren), Jorge González (Bass), Álvaro Baglietto (Keyboards) und Óscar Bilbao (Schlagzeug).

Ihr Durchbruch Ende der 2000er Jahre sorgte für Überraschung in der spanischen Musikszene, da sie massiven Erfolg erzielten, ohne von einem traditionellen Plattenlabel abhängig zu sein, und einen Großteil ihrer Karriere selbst über ihr eigenes Label verwalteten.

Werdegang

Das Album „Un día en el mundo” (2008) markierte einen Wendepunkt im spanischen Indie, mit Songs wie „Copenhague” oder „La deriva”, die auch jenseits des alternativen Kreises im Radio liefen. Von da an reihte die Band massenhaft besuchte Tourneen aneinander, und Alben wie „Mapas” (2011) und „La deriva” wurden zur Referenz für eine ganze Generation von Fans des in Spanien gemachten Indie.

In den folgenden Jahren festigten Werke wie „15 días” (2014) oder „Mismo sitio, distinto lugar” (2017) ihren Status als eine der wichtigsten Bands der nationalen Szene, fähig, große Hallen zu füllen und dabei ihre eigene Haltung zu bewahren, fernab der üblichen Dynamiken der Musikindustrie.

Vermächtnis

Vetusta Morla ist für viele junge Gruppen zu einem Referenzmodell geworden, wegen ihres Einsatzes für Selbstverwaltung und wegen sorgfältiger Texte mit häufigen literarischen Anspielungen und einer sehr ausgefeilten klanglichen Machart. Ihr Einfluss ist in einem Großteil des späteren spanischen Indie spürbar, und sie bleiben eine der Gruppen mit der größten Zugkraft im Livebereich des Landes.