José Mercé
Wer ist José Mercé?
José Soto Soto, künstlerisch bekannt als José Mercé, wurde am 19. April 1955 in Jerez de la Frontera (Cádiz) geboren, im Schoß einer erstrangigen gitano-flamencan Familiensaga: Er ist Urenkel von Paco de la Luz, Neffe von Manuel Soto Monje und Cousin des ebenfalls als Cantaor tätigen Vicente Soto Sordera. Sein Künstlername stammt von der Sängerknabenschule der Basílica de la Merced in Jerez, wo er ab seinem sechsten Lebensjahr sang, zunächst als Messdiener auf Latein.
Sein erstes Album nahm er mit nur dreizehn Jahren auf. 1968 zog er nach Madrid, ins Haus seines Onkels El Sordera, und begann im Tablao Torres Bermejas aufzutreten, zusammen mit Größen wie Mario Maya und Carmen Mora, wofür er 500 Peseten pro Abend erhielt.
Werdegang und Konsekration
Mit einer Karriere, die im orthodoxesten Cante begann, entwickelte sich José Mercé mit der Zeit zum meistverkauften Cantaor der Flamenco-Geschichte, ein Phänomen, das viele innerhalb des Genres als einzigartig betrachten. Alben wie „Del amanecer” (1998), „Aire” (2000) oder „Lío” (2002) markierten seinen Sprung zu einem deutlich breiteren Publikum als dem des traditionellen Flamenco, ohne dabei die jerezanische Wurzel seines Gesangs aufzugeben.
Seine Diskografie umfasst außerdem „Verde Junco” (1985), „Caminos reales del cante” (1987), „Hondas raíces” (1991), „Desnudando el alma” (1994), „Confí de Fuá” (2004), „Lo que no se da” (2006), „Ruido” (2010), „Mi única llave” (2012), „Doy la cara” (2016), „De verdad” (2018) und „El Oripandó” (2022).
Auszeichnungen
Er erhielt Auszeichnungen wie die Medalla de Andalucía (2010), den Taranto de Oro und den Compás del Cante der Fundación Cruzcampo (2016), Anerkennungen, die seinen Platz unter den großen lebenden Cantaores des zeitgenössischen Flamenco festigen.